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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 301

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 301 (sequence 343)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476284--6786-3482933
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Rmiel, Harzfeld, Herzog, Ä. Levinson bevor für die schwierige Lage in Palästina eine Lösung gefunden wird. Wir werden nicht erlauben, daß die Arbeit, die in den letzten 25 Jahren geleistet wurde, zu Grunde geht! Del. Rabbi Dr. J. Herzog (England, Misrachi — hebräisch): Wir haben die Eeferate über die Tätigkeit des Keren Kajemeth und des Keren Hajessod gehört. Es scheint mir, daß keiner dieser Institutionen der Vorrang vor der anderen gebührt. Beide Institutionen sind uns heilig, und es ist unsere Pflicht, vieles für sie zu leisten. Wenn wir aber zum Volke kommen und seine Unterstützung für unser Werk verlangen, müssen wir geeint auftreten. Wir bewundern die Opferbereitschaft der Arbeiter in Palästina. Wir wissen, daß sie dort viel Schwierigkeiten zu ertragen haben und daß sie vieles leisten, aber wir sagen ihnen, daß sie mit einer Hand bauen und mit der andern zerstören, wenn sie nicht im Einklang mit der jüdischen Tradition leben. Ein religionsloses Erez Israel wird dazu führen, daß auch in der Diaspora die Keligion zugrunde geht, denn Erez Israel wird doch von allen Juden der Welt als Bild und Muster angesehen. Und wenn das geschieht, wird das jüdische Volk gänzlich in den Nationen aufgehen. Ein kleiner jüdischer Staat wird es nicht vermögen, ohne die Mitwirkung des religiös traditionellen Faktors die jüdische Easse vom Untergang durch Assimilation zu schützen. Ein berühmter Deutscher beklagte sich einst, daß die Deutschen in Amerika während einiger Generationen sich vollständig assimilieren. Wenn die mächtige, weltverbreitete germanische Kultur, vom gewaltigen Deutschen Eeich unterstützt, ihre Söhne nicht vor der Assimilation retten konnte, wie wird ein kleiner jüdischer Staat in Palästina dies vermögen? Wenn man die jüdischen Heiligtümer im Heiligen Lande mit Füßen tritt, dann zerstört man das jüdische Volk, das doch zum größten Teil notwendigerweise in der Diaspora zurückbleiben muß. Ich bitte darum, daß die Arbeiter Konzessionen machen, damit wir mit vereinigten Kräften Palästina aufbauen! Abraham Levinson (A. C, Hitachduth — jüdisch): Die Tabelle der Einnahmen des Keren Hajessod macht einen traurigen Eindruck, wenn man die Länder in Osteuropa, besonders Polen, betrachtet. Durch den Niedergang der Juden Osteuropas ist eine Disproportion zwischen den Einnahmen aus den beiden Welten, der Alten und der Neuen Welt geschaffen worden. Die Verhandlungen in den entsprechenden Kommissionen des Kongresses legen. beredtes Zeugnis davon ab. Die verwirrte und verwickelte Situation in unseren Eeihen ist zum großen Teil eine Folge dieses Mißverhältnisses. Dieser Zustand macht eine furchtbare Arbeit unmöglich. 301

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