Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 260 (sequence 302)
- Language
- German, English, Hebrew
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8. Sitzung: Referat über Palästinawirtschaft Aber ich glaube, daß auf diesem Gebiete noch viel mehr geschehen muß und daß wir die größte Leistungsfähigkeit erreichen werden, wenn für jedes Tätigkeitsgebiet nicht ein Kollegium, sondern ein Mann die Verantwortung trägt. In diesem Zusammenhang möchte ich auf einen Vorschlag von mir zurückkommen, den ich bereits auf den drei früheren Kongressen vorgebracht habe (und der leider bisher, wrie mir scheint, aus falsch verstandenem Prestige noch immer nicht zur Ausführung gekommen ist). Ich meine die Gründung eines besonderen Kolonisationsfonds und erwarte davon, daß die landwirtschaftliche Kolonisation aus dem vielgestaltigen Betrieb der Exekutive herausgenommen und einer besonderen fachmännischen Verwaltung untersteilt wird, eine Steigerung der Wirtschaftlichkeit. Ich bin überhaupt dafür, daß die Exekutive keine wirtschaftliche Tätigkeit in eigener Regie ausübt, sondern daß für jede wirtschaftliche Tätigkeit größeren Umfanges ein besonderes, dieser Tätigkeit angepaßtes Institut gegründet werde. Die Exekutive soll in wirtschaftlichen Dingen nicht selbst administrieren, sondern diese Tätigkeit nur kontrollieren. Dadurch werden meines Erachtens nicht nur die Leistungen in dieser bestimmten Tätigkeit gesteigert werden, sondern auch die Exekutive wird von der täglichen Kleinarbeit, wie sie die direkte Administration mit sich bringt, befreit und, indem sie sich auf die Kontrolle der wichtigen und prinzipiellen Seiten in der Geschäftsführung aller einzelnen Institute beschränkt, wird sie viel eher imstande sein, wirklich richtunggebend und leitend aufzutreten. Die Einstellung der Regierung. Ich will noch mit einigen Worten auf unser Verhältnis zur Regierung eingehen. Ich bin überzeugt, daß die Regierung uns Sympathien entgegenbringt, aber leider dauert es oft sehr lange, bis sich diese Sympathien 260