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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 259

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 259 (sequence 301)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476284--6744-3482891
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Ruppin notwendig ist. Das muß natürlich zu schlechten Resultaten führen. Die Exekutive ist keine Regierung, sie kann nicht durch Anziehen der Steuerschraube wachsenden Ausgaben auch wachsende Einnahmen gegenüberstellen. Sie hat nur ganz bestimmte und, wie Sie wissen, sehr beschränkte Mittel zu ihrer Verfügung und sie muß in eine finanzielle Katastrophe hineinkommen, wenn nicht ihr Aufgabenkreis von vorneherein genau bestimmt ist. Die Oeffentlichkeit muß wissen, daß alle Aufgaben philanthropischer Art nicht zum Aufgabenkreis der Exekutive gehören und daß es nutzlos ist, sich mit Dingen an die Exekutive zu wenden, für die sie nicht ausdrücklich durch ihr Budget zuständig ist. Unsere Finanzwirtschaft in Palästina bekam, nachdem sich unsere ersten Hoffnungen nicht verwirklicht hatt-en, den Charakter einer Kolonisation auf Abzahlung. Dieses Abzahlungssystem ist in der Kolonisation ebensowenig sparsam wie bei den Privaten. Es kostet mehr, aber andererseits dürfen Sie nicht vergessen, daß wir durch dieses System es ermöglicht haben, im Jahre 1920 mit einem Male die große Emek-Kolonisation zu beginnen. Sie mußte auf einmal im großen Stile begonnen werden. Unsere bereiten Mittel hätten dazu nicht gereicht. Es blieb nur die Möglichkeit, entweder von dieser großen Kolonisationsaufgabe abzusehen oder das System der Ratenzahlungen zu beschreiten. Und ich glaube auch heute noch, daß die Emek-Kolonisation eine so große Tat war, daß das System der Ratenzahlung durch sie gerechtfertigt wurde. Meines Erachtens sollte die Exekutive in Palästina so klein wie möglich sein. Ich glaube nicht, daß eine Exekutive dadurch leistungsfähiger wird, daß sie mehr Mitglieder zählt. Ich bin undemokratisch genug, um zu glauben, daß das beste Kollegium das Einmann-Kollegium ist. Seitdem ich zum erstenmal nach dem Kriege in die Exekutive eintrat, habe ich gegen das kollegiale Prinzip angekämpft und zum wenigsten eine Ressortteilung angestrebt und durchgesetzt. 17» 259

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