Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 237 (sequence 279)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ruppin welche der Zionistischem Organisation oder den zionistischen Instituten das doppelte gekostet haben. Warum erwähnen Sie, wenn Sie vom Solei Boneh sprechen, nicht auch die Arbeiterbank, die inmitten der Stürme der letzten zwei Jahre es verstanden hat, ihre Aktiva zu erhalten? Und schließlich gibt es noch einen dritten Differenzpunkt zwischen mir und den Vertretern der Wirtschaftlichkeit. Das ist die andere Wertung von Geld einerseits und von persönlichen Leistungen andererseits. Es ist nicht angebracht, sich in unserem Kolonisationswerk von dem jüdischen Sprichwort leiten zu lassen: „Wer Geld gibt, ist der Herr44. Dieses Verhältnis von Befehlen und Gehorchen kann nicht aus den ganz andersartigen europäischen Verhältnissen in unser Siedlungswerk in Palästina übertragen werden. Vielmehr muß der Arbeiter, der zwar kein Geld, dafür aber persönliche Leistung, Gesundheit und Zukunft aufs Spiel setzt, zumindest als ein durchaus ebenbürtiger Partner betrachtet werden. Ich glaube, daß der allmählich notwendige Uebergang vom Pioniertum zur Wirtschaftlichkeit bereite jetzt auf dem Marsch ist. Arbeiter und Wirtschaftlichkeit. Die Buchführung, die manche unserer Siedler in Nahalal aus freien Stücken führen, gibt über jeden Pfennig ihrer Einnahmen und Ausgaben Auskunft und könnte vielen bürgerlichen Landwirten zum Muster dienen. Ich habe Amerikaner sagen hören, daß es in Amerika wenige Farmer geben dürfte, die über den Stand ihrer Einnahmen und Ausgaben so genau orientiert sind. Das sind zweifellos Anzeichen eines Fortschrittes zur Wirtschaftlichkeit. Wenn Sie die Rede Arlosoroffs gehört und die Verhandlungen auf der letzten Konferenz der Arbeiterorganisation in Palästina gelesen haben, so werden Sie sehen, daß heute der Geist der Wirtschaftlichkeit bei den Arbeitern mehr und mehr eindringt. Die Arbeiter selbst haben ihre wirtschaftlichen Mißerfolge schwer kritisiert. Ich 237