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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 229

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 229 (sequence 271)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476284--6714-3482861
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Soloweitschik, Lichtheim, Gesundheit, Jabotinsky Vorsitzender: Zwei Delegierte haben zu persönlichen Erklärungen um das Wort gebeten. Zunächst Herr Gesundheit! Del. Jakob Gesundheit (Südafrika, Misrachi — deutseh): Ich möchte erklären, daß der in meiner Eede vom vorigen Freitag auf die Arbeiterfrage bezügliche Passus von mir nur in meinem eigenen Namen und nicht im Namen der südafrikanischen Delegation vorgebracht worden ist. Dieser Schluß meiner Eede ist von meinen Freunden, den Arbeitern, mißverstanden worden. Ich habe nicht gesagt, daß die Arbeiter die Misrachi-Arbeiter zwingen, trefe zu essen, sondern ich habe gesagt: Zwingen Sie nicht die Arbeiter, in die Histadruth Hapoalim einzutreten; denn wenn sie verhindert werden, sich selbst zu organisieren, dann hat dies zur Folge, daß sie aus Mangel an einer koscheren Küche entweder trefe essen oder verhungern müssen. Del. Wladimir Jabotinsky (Palästina, Revisionist — deutsch): Herr Dr. Weizmann hat in seiner Eede folgende Sätze gebraucht: „Als Herr Jabotinsky vor die schwere Prüfung gestellt war, wie wir alle, das Weißbuch zu unterzeichnen, da hat er nieht die Eede gehalten, wie er sie hier gehalten hat. Warum hat er nicht da versucht, vor den Premierminister Englands oder vor Samuel oder vor den Kolonialminister hinzutreten und die Eede zu halten, die er hier gehalten hat?" Dazu habe ich folgendes zu erklären: Am 17. Juni 1922, um 4 oder 5 Uhr nachmittags, kam ich aus Amerika, wo ich seit acht Monaten Keren Hajessod-Arbeit geführt hatte, nach London. Ein Sekretär, der mich am Bahnhof erwartete, sagte mir, ich solle mich sogleich in das Bureau der Exekutive begeben. Im Bureau zeigte mir Herr Dr. Weizmann das Memorandum, datiert vom 3. Juni, welches wir jetzt das Weißbuch nennen, und teilte mir mit, daß die Eegierung die Zustimmung der Exekutive zu diesem Dokumente verlange und daß diese Zustimmung schon am nächsten Morgen, dem 18. Juni, in Händen der Eegierung sein müsse; sonst drohe man uns mit einer drastischen und schwerwiegenden Aenderung im Texte des Mandats zu Ungunsten der Zionistischen Organisation. Dr. Weizmann versicherte mir dabei, daß seitens der Exekutive die energischsten Schritte unternommen worden seien, um die Eegierung von dieser Forderung abzubringen oder wenigstens gewisse Stellen des Dokumentes zu mildern, daß aber nichts geholfen habe und das Colonial Office auf seinem Ultimatum bestehe: entweder Zustimmung am nächsten Morgen oder Aenderung des Mandattextes. Die Sitzung der 229

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