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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 227

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 227 (sequence 269)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Bension, Soloweitschik so arm, und ist sie auch nicht reich, so sind wir doch sicher, daß eine große Zukunft unser harrt. (Beifall.) Del. Dr. Max Soloweitschik (Deutschland, Radikal — deutsch): Namens der radikalen Fraktion habe ich hier folgende Erklärung abzugehen: Die zwei Jahre nach dem letzten Kongreß haben den Zustand der Krise, in dem sich die Zionistische Organisation seit Jahren befindet, in außerordentlichem Maße verschärft. Alle Gefahren, die wir seit langem als die unvermeidlichen Konsequenzen des gegenwärtigen Kurses der zionistischen Politik vorausgesagt haben, haben sich in diesen zwei Jahren in vollem Ausmaße enthüllt. Außenpolitisch hat unsere politische Leitung es nicht verstanden, die in hohem Grade unbefriedigende Beziehung der palästinensischen Administration zu unserem Aufbauwerk in Palästina zu verbessern. Statt in konsequenter und systematischer Arbeit auf eine grundsätzliche Aenderung der Politik der Mandatarmacht im Stinne einer aktiven Unterstützung unseres Kolonisationswerkes zu dringen, hält die Exekutive an ihrem System der völligen Deckung der Politik der Administration fest. Sie erweckt dadurch, daß sie dauernd in unrichtiger Weise die politische Lage als befriedigend darstellt, schädliche Illusionen in der Oeffentlichkeit, schwächt unsere politische Stoßkraft und macht jede durchgreifende Aenderung der politischen Lage im Sinne der Durchsetzung einer Politik der aktiven Mitwirkung durch die Mandatarmacht unmöglich. Inner jüdisch hält die Exekutive, trotz aller Mißerfolge und Rückschläge, an ihrem Kurs einer unbedingten Kompromißpolitik gegenüber dem antizionistischen Judentum fest. Die Versuche zur Erweiterung der Jewish Agency durch Auslieferung der wichtigsten völkerrechtlichen Position der Zionistischen Organisation an Nichtzionisten haben trotz vierjähriger Bemühungen zu keinerlei positiven Erfolgen geführt. Hingegen hat in Verfolgung dieser Politik Präsident Dr. Weizmann den begonnenen Kampf des amerikanischen Zionismus um die Anerkennung der Priorität Palästinas verhindert, hat in seinem die Würde der Zionistischen Organisation verletzenden Briefwechsel mit Marshall den amerikanischen Zionismus und seine Führer desavouiert und damit die bewußte und kämpferische Zionisierung der jüdischen Massen Amerikas für eine Reihe von Jahren unmöglich gemacht. Das Vorgehen des Präsidenten Dr. Weizmann in Amerika war das deutlichste Symbol für die demoralisierende Wirkung dieser Kompromiß- 15* 227

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