Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 208 (sequence 250)
- Language
- German, English, Hebrew
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7. Sitzung: Generaldebatte Palästina zu ändern hätte. Ich habe noch nicht ein Mittel gehört, nicht einen Weg, der eine zehn Minuten lange Prüfung aushalten könnte. Wir ßind einverstanden, daß man mit der Regierung nicht so verhandeln kann, daß man auf den Tisch schlägt. Jabotinsky beschuldigt die Exekutive, speziell mich, daß ich den Weg zu Forderungen an die Regierung obstruiere, indem ich immer behaupte, die politischen Bedingungen sseien gute. Ich will nur etwas korrigieren. Nicht eine Rede ist von mir gehalten worden, in der ich nicht gesagt hätte: „Zwar ist das Mandat noch lange nicht erfüllt, zwar haben wir viele Forderungen zu stellen, aber es besteht kein Grund, daß wir heute nicht in größerem Umf ange arbeiten können als bisher, wenn wir nur größere Mittel hätten." Da ist die stets von mir formulierte These, und diese These ist das einzig Richtige in der jetzigen Situation. Bei der letzten A. C.-Sitzung konnte sich keine politische Debatte entwickeln, weil die Herren, auch die aus Palästina, sich bewußt waren, daß sich die politische Lage rascher entwickelt hat als unsere ökonomischen Möglichkeiten. Ich glaube wirklich nicht, daß die Legion auch nur für einen Moment ein Mittel wäre, um die politische Lage zu verbessern. Die Legion ist ein Anhängsel geworden zu allem anderen, was Jabotinsky sagt. Der einzige Hebel, den man ansetzen könnte, um eine bessere politische Lage herzustellen, ist die Gewinnung der öffentlichen Meinung, über welche Jaibotinsky so wunderbar gesprochen hat. Ich glaube, daß die öffentliche Meinung des englischen Volkes sicherlich ein bedeutender Faktor in der Situation ist. Aber die öffentliche Meinung eines Volkes und insbesondere eines so differenzierten wie des britischen Volkes zu beeinflussen, ist ein großes Erziehungswerk, das nur langsame Fortschritte macht. Wir »sind überzeugt, wir alle, daß die ganze Palästinapolitik, die ganze Politik des nationalen Heims im Interesse Englands liegt, aber England und die öffentliche Meinung Englands ist noch lange nicht davon überzeugt. Es gibt noch bedeutende Teile der öffentlichen Meinung, 208