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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 207

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 207 (sequence 249)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Weizmann liefern konnten, d. h. man konnte schon morgen davon leben. Drittens waren es keine Juden, die angesiedelt wurden, sondern anatolische Bauern und das ist ein gewaltiger Unterschied. Und "viertens, das wird auch Herr Jabotinsky zugeben, ist doch, trotzdem die Flüchtlinge arm waren, dennoch eine große Menge Privatkapital hineingekommen, sodaß diese 15 Millionen sich wahrscheinlich auf ein Vielfaches davon erhöhen dürften. Dann aber ist das Bild anders. Es wird dann ein Verhältnis von 1:2, vielleicht von 1:3 herauskommen. Tatsächlich war die griechische Kolonisation sehr billig, und ich glaube, daß wir diesbezüglich viel zu lernen haben. Sie wurde zum Teil von einem Engländer geleitet, und wir haben ihn gebeten, nach Palästina zu kommen und uns seine Ratschläge zu erteilen. Neulich fuhr ein bedeutender englischer Fachmann durch unsere Kolonien und berichtete, daß unsere Kolonisation wohl teuer sei, aber die höheren Kosten seien eine Kompensation für das menschliche Leiden. Wir haben unsere Kolonisation mit einem relativen Minimum von menschlichem Leiden gemacht. Die griechische Kolonisation ist sicherlich ein glänzender Erfolg, aber verbunden mit einem ungeheuren Maß von menschlichen Leiden. Ist das Verhältnis der Kosten dieser beiden Kolonisationen 1:2 oder 1:3, so ist es eben nicht 1:30. Wenn man diese Umstände in Erwägung zieht, so ergibt sich für uns Zionisten daraus eine große Lehre: wenn die politischen Bedingungen in Palästina anders wären, so wäre die Kolonisation billiger. (Del. Jabotinsky stimmt zu.) Die Frage ist nun: können wir aber diese politischen Bedingungen ändern? Jabotinsky sagt: ja; ich glaube: vorläufig nicht. Das ist unser Unterschied. Ich hoffe, ich habe es klar gesagt, jedenfalls habe ich es Ihnen mit vollständiger Aufrichtigkeit auseinandergesetzt. Zur Beurteilung der politischen Lage. Auch aus Grünbaums ganzer Rede habe ich nicht herausgehört, wie man diese politischen Bedingungen in 207

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