Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 198 (sequence 240)
- Language
- German, English, Hebrew
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7. Sitzung: Generaldebatte Dr. Chaim Weizmann, Präsident der Zionistischen Organisation (mit lebhaftem Beifall (begrüßt): Geehrter Kongreß! Es ist keine einfache Aufgabe, in diesen schweren Zeiten einer, wenn auch noch so gemäßigten und von mancher Seite auch wohlwollenden Kritik zu begegnen. Aber wenn ich mir die große Phalanx der Redner vornehmen sollte, so würde es eine sehr lange und vielleicht langwierige Antwort werden. Und so will ich mich auf die Hauptpunkte der verschiedenen größeren Reden, die gehalten worden sind, beschränken; ich muß es meinen Kollegen und der weiteren Debatte über die Spezialfragen überlassen, Ihnen weitere Erklärungen und Aufklärungen zukommen zu lassen. Ich beziehe mich von vornherein auf das Programm, das inzwischen publiziert worden ist — manche haben es zu groß, manche zu klein gefunden; ich überlasse das Ihrer Beurteilung. Es sind dort in einfacher und schlichter Form die Hauptgedanken, die wir glaubten, Ihnen unterbreiten zu müssen, dargelegt, und darum werde ich mich hier, so weit ich es kann, mit den kritischen Bemerkungen beschäftigen, die auf diesem Kongreß in der Generaldebatte gefallen sind. Ich will zunächst einige Kleinigkeiten aus dem Wege räumen, die von Seiten einiger Delegierten vorgebracht worden sind. Der Vertreter des Misrachi hat mich beschuldigt oder wenigstens zur Rede gestellt, weil ich zu einer Konferenz des Misrachi i n Washington nicht gekommen bin. Ich glaube, der Schluß, den mein Freund Farbstein daraus gezogen hat, daß ich zu einer Sitzung der Linken sicher gegangen wäre, ist etwas vorschnell. Es gab keine Sitzung der Linken, und ich bin zu keiner gegangen, und die Folgerung ist unbegründet und willkürlich. Ich bin in die Sitzung des Misrachi nicht gekommen, weil ich von Arbeit überwältigt war; ich habe mich mit den Führern des Misrachi in New York sehr eingehend ausgesprochen, und ich glaube oder glaubte wenigstens, daß ich ihnen eine befriedigende Erklärung 198