Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 192 (sequence 234)
- Language
- German, English, Hebrew
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7. Sitzung: Generaldebatte sehen englischen Vorsicht und Voraussicht, die wir so ungeduldig ertragen, Nutzen gezogen haben. Ich möchte nicht auf all die besonderen Institutionen und Unternehmungen, die in der Diskussion erwähnt worden sind, eingehen, aber über die Anspielung des Herrn Jabotinsky betreffs der Fabriken von Delfiner und Blum kann ich nicht mit Stillschweigen hinweggehen. Es ist nicht richtig, den Schluß zu ziehen, den Herr Jabotinsky gezogen hat, wenn er sagte: „Was für eine Art Regierung ist das, die ein Zugeständnis an industrielle Unternehmungen verweigert und das Zugeständnis dann ein paar Wochen später macht, wenn das Unternehmen seine Tätigkeit eingestellt hat?41 In allen diesen Fällen ist die Aufhebung des Zolles im Prinzip bewilligt worden, ehe die Fabrik geschlossen worden war. Ein wenig Geduld nur, und es wäre nicht nötig gewesen, die Fabrik zu schließen; denn dies hat vielleicht nur bewirkt, daß die Ankündigung des bereits gefaßten Beschlusses beschleunigt worden ist. Bezüglich der Industrie möchte ich noch den erfreulichen Fortschritt erwähnen, der in den letzten zwei Jahren betreffs der Beziehungen zwischen Unternehmern und Arbeitern gemacht worden ist. Sie wissen, daß alle Beteiligten sich ernstlich bemühten, diese Beziehungen auf eine befriedigende Grundlage zu bringen und für die verschiedenen Teile der Bevölkerung interne Bestimmungen zu treffen, die diese Beziehungen regeln sollen. Ich hoffe, daß wir in der nächsten Zeit in der Lage sein werden, die Beendigung dieser Verhandlungen festzustellen, und ich möchte die Gelegenheit benützen, um Herrn Dr. Ruppin für die äußerst wertvollen Dienste zu danken, die er der Exekutive und dem Jischuw in dieser Angelegenheit geleistet hat. Wenn es wahr ist, daß die Budgets der Exekutive in der Vergangenheit und vielleicht auch in der Zukunft nur wenig Unterstützung der Industrie vorsehen, so ist das nicht dem Mangel an Anerkennung der Bedeutung der Industrie in unserem Wirtschaftsleben zuzuschreiben, sondern der Beschränktheit unserer Mittel und der Dring- 192