Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 191 (sequence 233)
- Language
- German, English, Hebrew
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Kisch bringen, die durch jeden Nachlaß an Zöllen verringert werden. Die Zölle brachten rund 800.000 Pfund von den Regierungseinkünften des letzten Jahres, werden aber in diesem Jahre um etwa 200.000 Pfund zurückgegangen sein, zum Teil wegen der Zollbefreiungen, die wir zugunsten der Industrie erlangt haben, zum Teil infolge der allgemeinen Folgen der Krise. Wir erreichten die völlige Zollbefreiung für jede Art von Seiden-, Baumwoll-, Schafwoll-, Hanf- und Jutegame, Rohbaumwolle, das heißt praktisch für alle für die Textilindustrie erforderlichen Rohstoffe. Diese Nachlässe wurden direkt auf Grund der von der Exekutive mit der Regierung geführten dauernden und eindringlichen Verhandlungen gewährt. Andere Artikel, die auf unser Ansuchen vom Zoll befreit wurden, sind das gesamte Rohmaterial für die Gerbereiindustrie, ferner sämtliche landwirtschaftlichen und industriellen Maschinen, endlich Druckertypen und -Maschinen. Bezüglich der letzteren können wir behaupten, daß die Produktion der hebräischen Literatur eine natürliche Industrie Palästinas ist. Ich könnte noch viele andere Artikel anführen, die vom Zoll, und zwar als direktes Ergebnis unserer Unterhandlungen, befreit worden sind. Ich sage nicht, daß wir restlos zufrieden sind, aber diese Konzessionen auf Grund unserer Vorstellungen sollten doch anerkannt werden. Und man sollte auch daran denken, daß die Umwandlung Palästinas aus einem Agrarland in ein Land, das sowohl landwirtschaftlich als auch industriell tätig ist, komplizierte und weitgreifende Veränderungen innerhalb der legislativen Tätigkeit mit sich bringt. Vielleicht ist in dieser Richtung der ernsteste Grund zur Klage der über die Langsamkeit, mit der solche Veränderungen bewirkt werden können, aber, meine Herren, „langsam aber sicher14 ist charakteristisch für das englische Volk und für jede englische Verwaltung, und diesen Charakter werden wir nicht ändern. Wenn es wahr ist, daß wir manchmal leiden, weil die Mandatarmacht nicht so schnell vorwärts geht, wie wir es wünschen, so glaube ich, daß wir nicht selten aus dieser charakteristi- 191