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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 184

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 184 (sequence 226)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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7. Sitzung: Generaldebatte ihren alten Vater wieder jung machen wollten. Unsere Exekutive sollte sich von der Arbeit in den letzten vier Jahren Rechenschaft ablegen; sie wird dann zur Ueberzeugung kommen, daß sie an den Verhältnissen nicht ganz so schuldlos ist, wie sie glaubt. Sie hat den Mittelstand, der eine große Bedeutung in der Entwicklung Palästinas haben könnte, gänzlich ignoriert. Unser Präsident ist mit den Zugeständnissen, die die Eegierung auf wirtschaftlichem Gebiete gemacht hat, zufrieden. Ich glaube, daß es für niemanden ein Geheimnis ist, welchen Kampf die Mandatsregierung in Palästina gegen die junge jüdische Industrie führt. So kostet z. B. der Transport einer Tonne Zement von Haifa bis Jaffa fast doppelt so viel wie von Hamburg bis Jaffa. Unter solchen Verhältnissen macht man die Arbeit unserer Fabriken in Erez Israel unmöglich. Zwei Jahre führt unsere Leitung wegen der Befreiung der Rohstoffe vom Einfuhrzoll Verhandlungen, und bis zur Stunde ist noch eine ganze Reihe Artikel erster Bedeutung vom Einfuhrzoll nicht befreit, und nachdem trotzdem das Volk mit seinem Kapital, seiner Energie und Erfahrung die Fabrikation mancher Artikel für den Export nach Syrien ermöglicht hat, will jetzt die Palästinaregierung einen Ausfuhrzoll nach Syrien schaffen, der zwar der Regierung einen Eingang von 19.000 Pfund jährlich bringen kann, dagegen auch diese kleine Industrie vernichten wird. Und wie sieht es mit der Besteuerung aus? Die Mandatsregierung rechnet absolut nicht mit den Zahlungsmöglichkeiten der jungen Industrie und des Handels und ausschließlich mit der Erhöhung der Einkünfte der Regierung. Zum Schluß möchte ich noch auf das sonderbare Verhältnis unserer Leitung zur orthodoxen Fraktion aufmerksam machen. Unser Präsident mag es im Privatleben damit halten, wie er will, als Politiker muß er jedoch mit einer so großen Fraktion, wie es der Misrachi ist, unbedingt rechnen und darf sie nicht ignorieren. Ein Beispiel dafür: es fand eine Konvention des amerikanischen Misrachi statt, unser Präsident aber hat es, obwohl er in der Nähe war, nicht für nötig befunden, diese Konvention zu besuchen. Zu einer Sitzung der Linken wäre er sicher gegangen. Anläßlich des 25jährigen Jubiläums des Misrachi hat die ganze Weltpresse, ohne Ausnahme, diesem Ereignis Artikel gewidmet. Nur ein Blatt hat das Jubiläum des Misrachi mit Stillschweigen übergangen, und zwar das offizielle Blatt „Haolam". Ich will nicht dem Beispiel anderer Redner folgen und unserem Präsidenten Ratschläge geben, ob er gehen soll oder nicht, aber ich möchte mit einer Mahnung schließen: beschützet 184

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