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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 182

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 182 (sequence 224)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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7. Sitzung: Generaldebatte Herr Arlosoroff keine Gelegenheit, auf dieser Tribüne zu erscheinen, und wer weiß, ob wir ohne diese Fiktionen heute noch ein nationales Judentum hätten. (Lebhafter Beifall rechts.) Wir werden weiter bei diesen Fiktionen verharren und werden sie verteidigen, solange es noch einen Juden gibt. Wenn ich nun zu dem Berichte der Exekutive übergehe, so halte ich mich für verpflichtet, unseren beiden Präsidenten Weizmann und Sokolow unsere tiefste Anerkennung für ihre aufopfernde und gigantische Arbeit im Dienste unserer Bewegung auszudrücken. Dr. Weizmann hat uns erklärt, daß die Frage der Jewish A g e n c y in Amerika endlich erledigt wurde und daß wir nun davor stehen, an die Wahlen der Vertreter in die Jewish Agency auch in anderen Galuthländern zu schreiten. Der Misrachi wird dieser Arbeit unseres Präsidenten keine Hindernisse bereiten und wird ruhig die Beschlüsse der Kommission abwarten. Ich will in diesem historischen Moment nur sagen, wie die Minderheit des Misrachi zu dieser Angelegenheit steht. Ich gehöre zu dieser Minderheit und glaube, daß die Jewish Agency ein Unglück für die ganze zionistische Bewegung werden könnte und daß die Idee, für die wir so viele Jahrzehnte arbeiten und von der wir so viel hoffen, durch die Jewish Agency untergraben und vernichtet werden könnte. Die Korrespondenz zwischen Marshall und unserem Präsidenten hat große Verbitterung und tiefen Schmerz in den Herzen der ganzen Orthodoxie hervorgerufen. Erez Israel soll danach keine Priorität besitzen, Erez Israel wird auf eine Stufe mit Brasilien, Argentinien, Uruguay und der Krim gestellt. Und mit solchen Leuten schicken wir uns an, Abmachungen zu treffen, gemeinsam die Arbeit für Erez Israel zu leisten. Wie wird der Kongreß aussehen, wenn es heißen wird: Vorsichtig, Ihr könnt nicht allein beschließen, es hat noch jemand seine Meinung zu sagen! Heißt das nicht, den Schlüssel von Erez Israel anderen übergeben? Bei aller Achtung vor der eisernen Energie unseres Präsidenten können wir es nicht verstehen, weshalb er diese Bestimmung angenommen hat, daß Erez Israel keine Priorität besitze. Was hätte Prof. Weizmann gesagt, mit welchen Protesten würde er auf den Kongressen auftreten gegen Leute, die die Priorität Erez Israels verneinen, wenn nicht die Jewish Agency im Spiel wäre? Für Erez Israel keine Priorität, heißt doch, aus unseren Gebeten, aus unseren Herzen Erez Israel streichen. Krim ist ja bei jenen Leuten das Ideal der jüdischen Kolonisation. Aus dem jüdischen Volke, dem alten „am hassefer", russische Mushiks, die jüdisch sprechen, zu machen, das ist ihr Ideal. Wenn noch aus den Worten des Präsidenten herau«- 182

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