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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 179

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 179 (sequence 221)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476284--6664-3482811
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Fischer Ussischkins hat bewiesen, daß er in autonomer Arbeit Vorzügliches leistet. Warum diese Arbeit unterbinden, indem wir ihn in das schädliche System ganz hineinzerren? In kolonisatorischer Beziehung gehört auch der N. F. in dasjenige Gebiet, das jetzt einer allgemeinen Prüfung unterzogen wird. Warum aber seine Bewegungsfreiheit in der Sammeltätigkeit hemmen? Nur eine Bemerkung zu dieser Tätigkeit: Sehr viele Sammelstellen des Nationalfonds haben ungebührlich hohe Spesensätze. Dasselbe gilt für den Keren Hajessod. Wir klagen darüber, daß wir kein Geld haben. Sorgen Sie dafür, daß die Spesensätze geringer werden. Führen Sie das Geld nach Palästina, und wir werden besser ausschauen. Die Hadassah leistet in Palästina und in Amerika Hervorragendes. Davon habe ich mich überzeugt. Warum die Schaffensfreude ertöten dadurch, daß sie unter die zionistische Exekutive kommt? Das darf nicht geschehen. Die Institutionen müssen möglichst autonom bleiben. Im Gegenteil, so manche Institution, die heute unter dem direkten Einfluß der Exekutive steht, muß davon befreit werden, um neu aufzuleben. Ich verlange, wie ich es schon so oft erfolglos verlangt habe, die prinzipielle Anerkennung des Grundsatzes der Inkompatibilität. Es ist ein Krebsschaden, daß dieselben Personen so viele Aemter haben. Wir haben keine übermenschlichen Genies, und die Aemter sind oft mit einander inkompatibel. Unsere Beratungen sind oft illusorisch, die Beschlüsse sind vorher gefaßt. Präsident Weizmann hat es für notwendig gefunden, hier eine Lanze für die Beamtenschaft einzulegen. Ich habe keinen Angriff gegen die Beamten im Schilde, aber es ist inkompatibel, daß so viele Beamte im Kongreß und im Aktionskomitee sitzen und Stimmrecht haben. Man kann nicht Partei und Eichter in einer Person sein. Dieser Zustand ist nur durch Anerkennung eines Prinzips aus der Welt zu schaffen. Wenn Sie einen prinzipiellen Beschluß fassen, wird niemand verletzt, wenn er einen Posten aufgeben muß. Ich will keinem persönlich nahetreten, aber wenn das so weiter geht wie bisher, dann wird bald niemand den Mut haben dürfen, im Kongreß dagegen aufzutreten. Den Gedanken der großen Anleihe hat man so in den Kongreß hineingeworfen, und Sie scheinen ihn fast kritiklos aufzunehmen. Jeder von uns träumte von großen Anleihen. Aber wir haben bis heute nicht diejenigen politischen Bedingungen und diejenige Kentabilität unserer Unternehmungen, die eine Basis für die Anleihe wären. Es klingt gewiß unangenehm, wenn man gegen diesen großen Trost spricht. Und um nicht als ganz Wilder in Ihren Augen zu erscheinen, will 12* 179

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