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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 177

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 177 (sequence 219)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Fischer Zum Beispiel: Wenn man hier auf dem Kongreß das Wort ergreifen will, muß man entweder gut angeschrieben sein oder einer mächtigen Partei angehören. Ein neuer Mann, der uns wirklich etwas zu sagen hätte, hätte viel Schwierigkeiten, um auf dieser Tribüne zu erscheinen. Und wenn ein Mensch, der nicht von Hause aus Sozialist oder Misrachist ist, einen der vielen Kanäle passieren muß, so hat er, bevor er hier ist, unterwegs seine Seele verloren. Man hat hier gesagt und hat es unterstrichen, daß die amerikanische Kommission nicht zu untersuchen hat, ob wir Palästina kolonisieren sollen, sondern wie wir kolonisieren müssen. Wenn man es für nötig gefunden hat, dies so zu betonen, so ist es, weil heute schon Menschen irgendwo und vielleicht hier in einer Ecke des Hauses zusammensitzen und die Frage aufwerfen, ob nicht die Gefahr besteht, wieder einen sechsten und siebenten Kongreß zu erleben. Daß die Entsendung der amerikanischen Kommission überhaupt notwendig war, ist ein Eingeständnis der Tatsache, daß unser System defekt ist. Wir müssen auch endlich entschlossen sein, neue Wege zu beschreiten. Unsere Propagandisten geben bei der Darstellung der Krise als ihren Hauptgrund an, daß das jüdische Volk uns nicht genug Geld gegeben hat. Auch ich bin der Ansicht, daß die Juden noch viel mehr Geld werden geben müssen; aber diese Antwort als Ursache unseres Uebels anzusehen, ist oberflächlich und irreführend, genau so irreführend wie die Behauptung, daß die Arbeiter in Palästina daran schuld sind. Diese Antworten sind nicht bloß oberflächlich, sie sind auch ungerecht. Als wir nach dem Kriege zusammentraten, gab es viele Kolonisationspläne; alle forderten die Aufbringung großer Beträge. Fünf Millionen Pfund war ein zu bescheidener Betrag. Auch der Gründung des Keren Hajessod lag der Plan zu Grunde, sehr große Geldbeträge aufzubringen. Das aber hat man vergessen und will man vergessen, daß dieser Versuch gescheitert ist. In diesem ersten Plan des Keren Hajessod war eigentlich der Agency-Gedanke bereits enthalten, auch da war schon fifty-fifty. Wir mußten aber mit dem jetzigen System des Keren Hajessod vorliebnehmen, und vom ursDrünglichen Plan ist nichts erhalten geblieben. Die Keren Hajessod-Arbeit ist kostspielig, zeitraubend, sie erfordert zu viele Energien; darin ist eine Wandlung nötig. Wir müssen dafür sorgen, daß der größte Teil des Geldes auch wirklich nach Palästina kommt und dort gut verwaltet wird. — Wir sind nicht arm. Die Juden geben uns über eine Million Pfund pro Jahr! Die jetzige Lei- 12 177

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