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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 170

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 170 (sequence 212)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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7. Sitzung: Generaldebatte tragen, daß wir zu unseren eigenen Lebzeiten die Erlösung nicnt mehr sehen werdenV Es ist ein bitterer Gedanke und er treibt uns, mit unseren sehwachen Kräften gegen Berge anzukämpfen, in der Hoffnung, ihre Macht durch die Macht unseres Geistes und durch die Kraft unseres Willens zu brechen. Unser unsterblicher Führer Herzl befahl uns zu wollen. Wir dürfen es jedoch nicht wie die Kinder machen, die die Augen schließen, sich etwas wünschen und glauben, wenn sie die Augen wieder öffnen, sei ihr Wunsch in Erfüllung gegangen. Wir müssen es mit offenen Augen wollen, in vollkommener Kenntnis der Schwierigkeiten, mit starkem Herzen, das allen unvorhergesehenen Hindernissen gewachsen ist. Trotz dieser Kritik an unserer Ungeduld möchte ich sagen, daß wir Zionisten Kanadas romantisch genug sind, um zu wünschen, daß sich ein Wunder ereignen möge. Wir würden es gewiß gerne sehen, wenn Dr. Weizmann eingeladen würde, täglich eine halbe Stunde mit Mr. Baldwin in Downing Street zu verbringen, und dann von jeder solchen Besprechung, die Taschen gefüllt mit Konzessionen für ein jüdisches Palästina, zurückkäme. Aber in diesen Tagen, wo sogar die alten Wunder in ihren Fundamenten erschüttert worden sind, welche Chance haben wir, neue Wunder erwarten zu dürfen! Ich möchte endlich als ein Mitglied des britischen Reiches Dr. Wise danken, weil er uns gestern ermahnt hat, Mr. Guedallas Defaitismus nicht allzu ernst zu nehmen. Großbritannien wird nie sein Wort brechen. Sein Reich ist nicht durch Wortbruch aufgebaut worden. Aber in seiner Reichskrone befindet sich ein winziger Edelstein, den der normale Engländer sicher niemals übersehen wird. Denn wenn auch noch so viel gegen den englischen Imperialismus gesagt wurde, wenn noch so viele das Eecht der Reichskrone auf diesen oder jenen Edelstein im Zweifel gezogen haben, — niemand wird leugnen, daß dieser kleine Edelstein des jüdischen Palästina mit allem Stolze getragen werden darf. Denn daß er zur Krone Großbritanniens gehört, bringt das Versprechen von sozialer Gerechtigkeit, das Vertrauen auf die Macht des Geistes und die Verteidigung des Fortschrittes der Zivilisation mit sich. Lassen Sie mich am Schlüsse noch einmal das Glaubensbekenntnis der kanadischen Zionisten zusammenfassen: Wir glauben, daß unsere Führer die richtigen sind und uns den richtigen Weg führen. Wir glauben, daß die besten Elemente der palästinensischen Einwanderer imstande sind, der augenblicklichen Krise standzuhalten und die Grundlage für eine stärkere und bessere jüdische Heimstätte zu bilden. Wir 170

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