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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 161

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 161 (sequence 203)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Gueäätta dafür gewonnen hat, daß es sinnvoller ist, der großen Kegierung eines stolzen Landes im Geiste Cavours als im Geiste Mussolinis gegenüberzutreten. Wenn er aber dann über den von ihm so genannten „Mann von der Straße" sprach und über die Art, wie er dem Engländer von der Straße gegenübertreten wolle, da beschlich mich ein leiser Zweifel, ob er wirklich ein -so sicherer Führer sei. Ich bin zufällig in dieser Straße geboren, ich lebe und arbeite in ihr. Wenn ich eine Warnung aussprechen darf, so möchte ich Sie warnen: Reizen Sie den Mann in der Straße nicht zu sehr, wenn es nicht notwendig ist. Es ist nicht immer sicher, seine Beurteilung der öffentlichen Meinung eines großen Landes, wie Herr Jabotinsky anscheinend tut, auf ein Bild in der Enzyklopädie zu bauen und auf die Tatsache, daß ein Oberst betet. Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, daß der gewöhnliche Durchschnittsengländer (ich spreche von nichtjüdischen britischen Wählern) eine Eigentümlichkeit hat. Sein Gehör ist ganz merkwürdig. Er hört niemals auf Sie, wenn Sie ihn anschreien. Und er liest niemals Aufrufe. Was unsere Arbeit anlangt, so glaube ich, daß der Durchschnittsengländer viel zu viel Sorgen um seine eigene Last, um seine eigene Verantwortung, um seine eigenen Geschäfte hat, als daß wir ihn mit unseren Angelegenheiten belästigen sollten, wenn wir es vermeiden können. Erinnern wir ihn nicht zu oft an andere Lasten, sonst könnte es uns eines Tages passieren, daß wir ihn gerade um ein Mal zu oft erinnert haben könnten. Mag nur der Durehsehnittsengländer bei aller richtigen Information das Palästinamandat als einen Teil der feststehenden Ordnung der Dinge ansehen und nicht als etwas, womit wir ihn diese Woche und nächste Woche und übernächste Woche behelligen. Er hat schließlich genug eigene Schmerzen: er hat Dominions und eigene Kolonien; und meine Freunde aus Südafrika, Kanada und Australien werden mir bestätigen, daß Großbritannien für seine eigenen Kinder nicht immer all das tun kann, was diese Kinder möchten; und ich glaube, daß ein Adoptivkind, das wir sind, seine Stimme ein bißchen sanfter modulieren muß, wenn es auch etwas abbekommen will. Was wir brauchen und worauf wir ein Eecht haben, das werden wir nicht durch öffentliche Agitation an den Straßenecken bekommen. Wir müssen es im Beratungszimmer bekommen, durch freundschaftliche Verhandlung und gegenseitige vertrauensvolle Beratung mit den Organen der Regierung. Das, was uns fehlt, das was wir brauchen, das was uns so groß erscheint, das sind schließlich recht kleine Dinge, um die Politik eines ganzen Landes deswegen in Bewegung zu setzen. Wir können nicht annehmen, daß England vor Aufregung kochen und gewaltige Demonstrationen veranstalten 11 161

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