Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 160 (sequence 202)
- Language
- German, English, Hebrew
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6. Sitzung: Generaldebatte in Pfund, Shillings und Pence, ja nicht einmal in Dollars und Cents bemessen, weil wir gerade als britische Zionisten die Wachtposten des Mandates sein müssen. Wenn andere Zionisten versagten, wäre das schlimm; wenn wir versagten, wäre es verhängnisvoll. Wenn der amerikanische Zionismus versagte, stünde es schlimm um unsere Finanzen; wenn der osteuropäische Zionismus versagte, stünde es schlimm um unsere Kraft an Menschen und an Moral. Wenn aber wir unsere Pflicht nicht erfüllten, ist unsere Arbeit zu Ende. Und weil wir diese Verantwortung würdigen und weil wir verstehen, daß die Schlüssel Erez Israels in so hohem Maße in London sind, müssen wir die Last tragen und wollen wir unser Aeußerstes tun, um sie zu tragen. Wie Sie, wie der Großteil der Zionisten in anderen Ländern, haben wir Arbeit genug mit unseren eigenen Juden, Arbeit der Ueberredung und der Belehrung; und von dieser Seite her haben wir Schwierigkeiten, die vielleicht nicht immer richtig eingeschätzt werden. In schlechten und grausamen Ländern gibt es die besten Zionisten; es ist aber schwer, in einem guten Lande ein guter Zionist zu sein. Die geistige Atmosphäre, in der wir zu arbeiten haben, bringt große Schwierigkeiten mit sich. Und wir haben auch materielle Schwierigkeiten, die vielleicht noch seltener gewürdigt werden als unsere moralischen Schwierigkeiten. Dr. Wise sagte uns etwas über ein Wort, das vor 150 Jahren häufig von amerikanischen Lippen kam. Dieses Wort heißt „Taxation" — Besteuerung. Dieses Wort mag vor 150 Jahren in Amerika häufig gebraucht worden sein. Heute aber ist die dadurch bezeichnete Sache in meinem Lande sehr aktuell; und in einem Lande, das seine Staatsschulden zahlt, ist es nicht immer leicht, rasch große Geldmittel aufzubringen. Das ist ein Teil der Schwierigkeiten, die wir bei uns zu Hause haben. Und was diesen Teil unserer Arbeit anlangt, so können wir nur dem Kongreß gegenüber die Verpflichtung übernehmen, daß wir alles tun werden, was wir mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln tun können. Was aber den anderen Teil unserer Arbeit anlangt, die Last, die wir zu tragen haben zum Unterschiede von der großen Masse der Zionisten, so ist es unsere Pflicht, das weite Reich nichtjüdischer öffentlicher Meinung in England zu beobachten und zu informieren, das für unsere Sache sowohl im Parlament, als auch außerhalb desselben von so fundamentaler Bedeutung ist. Ich hörte heute vormittags mit großem Interesse, was Herr Jabotinsky über die britische Oeffentlichkeit sagte. Er erzählte uns, er habe Vertrauen zu England. Es freut mich, dies zu hören. Es freut mich, daß er Verständnis 160