Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 147 (sequence 189)
- Language
- German, English, Hebrew
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Bileski, Gesundheit ihre Beantwortung nicht der Agency-Kommission überlassen. Deren Aufgabe, die Aufstellung eines großen Aufbauplanes, ist eine ganz andere. Sie braucht einzelne aktuelle Fragen der Wirtschaft nicht zu beantworten. Die rasche Erledigung dieser Fragen ist aber schon für die Konsolidierung von großer Wichtigkeit. Wir haben hier z. B. das Gutachten eines ausgezeichneten Zionisten, der seit Jahren im Lande lebt und viel von Landwirtschaft versteht. Er ist gegen die große Kwuzah und berechnet, daß wir an dieser Wirtschaftsform schon 90.000 Pfund verloren haben; die Durchführung der Konsolidierung dieser Punkte würde uns nach seiner Meinung einen weiteren Verlust von 90.000 Pfund bringe. Sie sehen, daß diese Fragen auch unter dem Gesichtspunkte der Konsolidierung eine schleunige Lösung verlangen. Ich möchte mit zwei Bemerkungen schließen. Man wirft uns vor, daß wir gegen die Arbeiterschaft Front genommen hätten. Davon kann keine Eede sein. Wir halten daran fest, daß der arbeitende Jude die größte Leistung, ja den eigentlichen Sinn des Zionismus darstellt. Aber das hat nichts damit zu tun, daß wir die Pflicht haben, was in Palästina geschieht, unter eigener Verantwortung nachzuprüfen und uns für die Aenderungen einzusetzen, die sich aus dieser verantwortlichen Prüfung ergeben. Ich gestehe Ihnen, daß wir nach unserer Meinung diese Pflicht bisher nicht in genügendem Maße beachtet haben. Wir wissen, es gibt in der Tat keine Verwirklichung des Zionismus gegen oder ohne die Arbeiterschaft. Sber wir wissen ebenso, daß die Durchsetzung der wirtschaftlichen Forderungen, die wir heute stellen, im absoluten Interesse der Arbeiterschaft gelegen ist. Wir sehen in der Arbeiterschaft den tragenden Pfeiler der Palästinawirtschaft. Und wir sind für Eeform der Palästinawirtschaft, weil wir nicht wollen, daß dieser Pfeiler zusammenbricht. Man hat uns Defaitisten genannt. Wenn wir das wären, wären wir nicht hier. Wir glauben, daß die wirklichen Defaitisten diejenigen sind, die sich in das Land der Illusion flüchten, weil sie den harten Kampf zwischen Zionismus und Wirklichkeit nicht ertragen können. Wir wollen diesen Kanmf aufnehmen. Wir glauben, daß der Zionismus diesen Kampf bestehen kann. Und weil wir dies glauben, weil wir die Bedingungen für diesen Kampf und diesen Sieg schaffen wollen, deswegen vertreten wir das Programm, das man das Programm des Linken Zentrums genannt hat. (Lebhafter Beifall.) Del. Jakob Gesundheit (Südafrika, Misrachi — englisch): Wir können mit den von der Leitung erzielten geringen politischen Erfolgen keineswegs zufrieden sein. Es ist not- 10* 147