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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 146

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 146 (sequence 188)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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6. Sitzung: Generaldebatte verantwortlich ist, geführt wird. Die Frage ist, wie weit ein derartiges Programm einer reformierten Auffassung durchzusetzen ist. Wir haben gehört, daß der Kedner des Misrachi eine wütende Rede gegen dieses Programm gehalten hat. Es ist für mich bitter, daß ich auch aus der Eede von Kaznelson eine Verteidigung des Systems herausgehört habe, mit dem wir brechen müssen. Daß Herr Grünbaum sich zum Verfechter dieses Systems gemacht hat, wundert mich nicht. Er vertritt noch die Lehre vom produktiven Defizit, die etwa darin besteht: Vor allem muß das Budget recht groß sein; daß es auch gedeckt ist, ist nicht so wichtig. Eine genügende Größe des Budgets wird allmählich die nötigen Mittel bringen. Wir haben diese Theorie vom produktiven Defizit lange genug an unserem Körper ausprobiert, und ich verstehe nicht, wie ein Vertreter dieser Auffassung von unserem Präsidenten verlangen kann, daß er gehen soll. Wenn wir nicht zu einem Budget kommen, das unseren Eingängen entspricht, so werden wir niemals imstande sein durchzusetzen, was wir wollen. Wir werden uns für alle Vorschläge einsetzen, die eine solche Budgetierung sichern, und werden aufs schärfste alle Vorschläge bekämpfen, die auf einen Versuch einer Verschleierung dieses Gedankens hinauslaufen. Ich will noch zwei Einzelheiten erwähnen. Die zionistische Welt ist heute voll von Orangen. Man kann sagen, an mancher Stelle sieht man den Zionismus vor lauter Orangen nicht. Am letzten Kongreß ist, wie man aus dem eben erschienenen Protokoll feststellen kann, das Wort „Orange" überhaupt nicht ausgesprochen worden. Wir haben diesen Wirtschaftszweig vernachlässigt. Wir bringen Ihnen einen Vorschlag, der seit Jahren vorliegt, das Programm von Dr. Brünn, und wir werden den Kongreß bitten, sich mit diesem Plan zu beschäftigen. Er ist auch ein wichtiges Mittel zur Lösung der Krise. Es ist auch notwendig, endlich gewisse wirtschaftliche Fragen klarzustellen, die seit Jahren diskutiert werden und deren Lösung von großer Wichtigkeit füi unsere wirtschaftliche Arbeit ist. Ich erinnere zum Beispiel an die berühmte Streitfrage „Große Kwuzah oder nicht". Es gibt Sachverständige, die die große Kwuzah als wirtschaftlich unmöglich bezeichnen, während die Anhänger der großen Kwuzah, und zwar, wie man betonen muß, ebenfalls mit wirtschaftlichen Gründen, ihre Existenzmöglichkeit nachweisen wollen. Ich nehme zu der Frage keine Stellung. Ich meine nur, daß wir sie, da sie seit Jahren behandelt wird, endlich entscheiden müssen. Solcher Fragen gibt es mehrere. Wir können 146

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