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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 135

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 135 (sequence 177)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476284--6620-3482767
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Ebner, Ismojik Del. David Ismojik (Palästina, bürgerlich-national — hebr.): Geehrter Kongreß! Wenn Erez Israel seinen Einfluß über Länder ausbreiten soll, so sollte sich umsomehr die Sprache Israels über die Galuth ausbreiten. Solange aber unsere „Sehechinah" in der Galuth ist, solange der Kongreß in der Galuth ist, ist auch unsere Sprache in der Galuth, und deshalb muß ich in der Galuthsprache sprechen, wenn ich will, daß die Delegierten mich verstehen. Und nun zur Sache (jüdisch fortfahrend): So wie es ein Axiom ist, daß Palästina nicht Erez Israel sein kann, solange nicht der größte Teil des Bodens in jüdische Hände übergeht, genau so ist es auch ein Axiom, daß Palästina erst dann Erez Israel werden wird, wenn wir dort eine jüdische Majorität haben. Es ist selbstverständlich, und niemand bestreitet es, daß die Basis, auf der unsere Zukunft gebaut werden soll, die Landwirtschaft ist; alle unsere Kräfte und Anstrengungen müssen auf die Vertiefung und Erweiterung dieser Basis gerichtet werden; leider aber geht der Prozeß nicht so schnell vor sich, wie wir es wünschen. Die Regierung übergibt uns vorläufig keinen freien Boden; wenn man Boden zu normalen Preisen kaufen kann, haben wir kein Geld, und wenn wir das Geld haben, steigen die Preise doppelt und dreifach, und es ist unmöglich zu kaufen. Deshalb ist die Agrarfrage sehr schwierig und erfordert große Vorsicht und lange Zeit bis zu ihrer Lösung. Aber es gibt eine Möglichkeit, unseren Jischuw im Lande zu vergrößern, als einen gesunden und produktiven Jischuw, der auf Grund seiner Arbeit lebt und besteht. Das ist der Weg der Schaffung einer Industrie im Lande. Schon heute sind in der Industrie nahezu 10.000 Arbeiter beschäftigt; es gibt zehn Unternehmungen, von denen jede mehr als hundert Arbeiter beschäftigt, 150 Unternehmungen, die 20 bis 80 Arbeiter beschäftigen, und 300 kleine Unternehmungen, welche weniger als 20 Arbeiter beschäftigen. Meist sind das kleine Unternehmungen, welche den Unternehmer selbst, seine Familie und einige wenige Lohnarbeiter beschäftigen. Es gibt Möglichkeiten, diese Unternehmungen auszubauen, der innere Markt wird immer größer. Es gibt ein Hinterland, welches unsere Produkte konsumiert. Unsere Waren können nach Syrien eindringen, und im Laufe der Zeit wird unsere Industrie viele zehntausende von Arbeitern beschäftigen können. Die vierte Alijah hat uns viele Fachleute gebracht, die ihr Fach gut verstehen, viele haben auch ihre Maschinen, Geld, Kenntnisse und Erfahrung mitgebracht; was uns aber fehlt, ist die finanzielle und politische Unterstützung. Auch in gut entwickelten Ländern, wo die Industrie eine Tradition von Generationen hinter sich hat, wo 135

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