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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 127

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 127 (sequence 169)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476284--6612-3482759
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Jabotinsky der Industrie fordert. Es ist, sage ich, bei diesen Herren zur Psychose geworden. Die Herren empfinden die Notwendigkeit, immer aufzuspringen und die Kegierung zu verteidigen, und mit Recht fragt Grünbaum: Wen, Freund, verteidigst Du eigentlich, mich oder den andern? Ein anderes Beispiel dieser Psychose: Wise erklärt, daß die palästinensische Regierung einen Ueberschuß von einer Million Pfund hat. Es sind, nebenbei gesagt, eineinhalb Millionen Pfund. Aber von gewisser Seite fühlt man sofort die Notwendigkeit zu erklären: Es ist bloß eine Million Dollar — obwohl man doch auf dieser Seite über den wahren Sachverhalt informiert sein sollte; der Ueberschuß der palästinensischen Staatskasse ist ja unser Stolz. Wie ist dieser spontane Impuls zu verstehen, eine Leistung, auf die wir geschichtlich stolz sein können, herabzusetzen? Es ist kein Wunder, wenn auf unserer Seite diese Psychose waltet, daß dann auf der andern Seite die Hypnose geschaffen wird: Die Zionisten sind zufrieden. Die britische Enzyklopädie, eines der ernstesten Werke der Welt, bringt in der letzten Ausgabe als palästinensische Fahne die zionistische Fahne, in der Meinung, daß wir tatsächlich dort regieren. Der Gotha-Almanach — ich glaube für 1925 — sagt: Palästina, Judenstaat, unter englischer Verwaltung. Wenn selbst die besten Spezialisten in dieser Hypnose leben, dann wird man es verstehen, wenn auch die öffentliche englische Meinung glaubt, daß wir zufrieden sind. Wir befinden uns so in der furchtbaren Lage eines hungernden Menschen, der im Ruf eines Millionärs steht und daher keine Hilfe suchen kann. (Zustimmung.) Meine Damen und Herren, wenn es hier jemanden gibt, der glaubt, daß das, was ich hier vorbringe, aus Parteihaß gesagt wird, dann bedaure ich diese Engherzigkeit, die nicht verstehen kann, daß es bei uns noch immer so törichte Schwärmer gibt, die eine große zionistische Aufgabe, ein Ideal vor sich sehen, die hier auf dem Jubiläumskongreß fordern, daß man, wrenn man schon unfähig ist, für etwas zu kämpfen, wenigstens nicht systematisch stören soll. Was ich jetzt sagen werde, wird sicherlich nicht den Beifall des Herrn Dr. Wise finden. Man spricht bei uns so viel von der TJnersetzlichkeit mancher Menschen, davon, daß, wenn eine Aenderung in der Personenfrage eintreten sollte, wir wehrlos werden und niemanden besitzen, der gewisse Verhandlungen führen könnte. Als Dr. Wise hier sprach, fühlte man aus seinen Worten diesen wunderbaren Zusammenklang des großen jüdischen Enthusiasmus mit dem Geist des freien Amerika; diese Art, dem Verhandlungspartner gegenüberzutreten und es ihm 127

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