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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 125

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 125 (sequence 167)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476284--6610-3482757
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Jabotinsky länger, manchmal Jahre. Niemand aber hat das Recht zu vergessen, was die „Gassenjungen" bedeuten. Und doch kommt man zu uns und erklärt, dieser politische Zustand in Palästina mit seiner industriellen und i^onzeilrage und anem anderen, was noch dazukommt, sei eine „satisiactory Situation"! Ich glaube nicht an eine „aggressive" Politik, weil man eine solche nur betreiben kann, wenn man über die überwiegende materielle Macht verlugt — und auch das führt nur zu schiechtem Ende. Besitzt man aber nur eine moralische Macht, dann kann selbstverständlich von einer aggressiven Politik keine Bede sein. Allen Herren, die uns vorwerfen, daß wir für eine aggressive Politik eintreten, möchte ich ein Beispiel in Erinnerung bringen. Wir haben doch in England ein Stück politischer Arbeit geleistet und bei der englischen Regierung einmal einen Erfolg erzielt, der, wie man sagt, in der jüdischen Geschichte beispiellos ist, nämlich die jüdische Legion. Wir haben diese gegen eine große Opposition, auch von offizieller Seite — Lord Kitchener war ein entschiedener Gegner — durchgesetzt. Wir wissen also — und Sie wissen es alle — mit welchen Mitteln man in einem Kulturlande eine gerechte Forderung durchsetzt. Aber es gibt auch Mittel, eine politische Arbeit zu obstruieren, sie unmöglich zu machen, sie von vornherein auf längere Zeit zu paralysieren. Diese Methode besteht darin, daß der interessierte Teil, derjenige, der die Forderung zu stellen hat, die öffentliche Meinung Europas und insbesondere Englands unausgesetzt hypnotisiert, indem er erklärt: Die politische Situation in Palästina ist befriedigend. Meine Damen und Herren, blättern sie in den Jahrgängen der zionistischen Zeitungen, lesen Sie die Reden, die die Vertreter unserer Exekutive während der letzten Jahre in Palästina gehalten haben! In jeder dieser Reden werden Sie die Phrase finden: Die politische Lage in Palästina ist befriedigend. Es gibt in England Menschen, die sich für Palästina interessieren, aber diese Menschen lesen doch nicht unsere Presse, sondern die „Times", die „Morning Post", den „Daily Telegraph" oder die kleine Presse. In diesen Blättern wird von zionistischen Reden selten etwas gebracht, aber wenn schon Reuter darüber etwas berichtet, so ist es diese Phrase von der befriedigenden Lage. Und der Engländer, der Mann auf der Straße, sagt sich: Die Zionisten selbst erklären, daß sie zufrieden sind. Dann kommt es zu einer Krise, und unsere Gegner reiben sich vergnügt die Hände: Die Zionisten sind in Schwierigkeiten, es herrscht eine Krise in Palästina! Von zionistischer Seite hält man aber gleichzeitig Reden, die immer auf dasselbe Leitmotiv abgestimmt sind: Jüdisches Volk, was hast Du getan? In Boston spricht der oberste Vertreter der Zionistischen Exekutive 125

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