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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 124

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 124 (sequence 166)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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5. Sitzung: Generaldebatte Schütztruppen, welche die Ordnung in Palästina erhalten müssen, sind jetzt folgendermaßen zusammengesetzt: Polizei: 1800 nicht jüdische Eingeborene, 212 Juden; Grenzkorps: 700 Eingeborene und 37 Juden — Techniker, und wenn ich richtig informiert bin, größtenteils Musikanten (Heiterkeit). Ich bin glücklich, daß wir noch das Eecht haben zu lachen, wenn wir so etwas hören! Gott gebe, daß es weiter so bleibe. Aber ich frage jeden ehrlichen Menschen, ob man einen solchen Zustand dulden darf. Die Geschichte beweist, daß man bei jeder Kolonisation mit der Möglichkeit gewisser Konflikte rechnen muß. Hier handelt es sich um ein Land mit 700.000 Arabern und 160.000 Juden, im Orient gelegen, wo große Gährungen vorkommen, wo man stets neue Namen wie Zaglul, Ibn Saud, Abdul Krim, Sultan El Atrasch hört, Namen, die in den Ohren der eingeborenen Jugend so klingen wie in jüdischen Ohren der Trumpeldors. In diesem Lande gibt es heute eine Schutztruppe von der geschilderten Zusammensetzung! Kein Jude darf vergessen, was im Jahre 1921 in den schrecklichen Maitagen in Jaffa, wo das Haus der Chaluzim von arabischen Polizisten gestürmt wurde, geschehen ist. Man darf nicht vergessen, welches schreckliche Unglück durch diese Polizisten verübt worden ist. Von Euch, den Mitgliedern der Exekutive will ich nicht hören, daß Ihr nicht wißt, was dieser Zustand bedeute. Von Euch will ich es nicht hören, denn Ihr wißt es. Auch der Waad Leumi weiß es, denn er hat diesbezüglich eine Forderung gestellt — die aber nicht erfüllt wurde. Und da erzählt man von Frieden und guten Beziehungen. Lesen Sie doch die letzten Zeitungen. Hier sind Damen, und ich kann daher nicht genau über die Ursachen sprechen, welche zum Selbstmorde des jungen jüdischen Polizisten in der Polizeischule geführt haben. Ein Selbstmord nach einem Interview mit einem arabischen Korporal! Lange Zeit haben die Juden verlangt, daß man dem jüdischen Doktor Harry erlauben soll, nachzuforschen, was in diesem Interview geschehen sei; es wurde nicht erlaubt. Das sind die guten Beziehungen zwischen jüdischen und nicht jüdischen Polizisten! Ich und drei Viertel von Euch kommen aus einem Lande, wo wir gelernt haben, gewisse Symptome zu riechen. Warum hat der Waad Leumi eine Abordnung zu Colonel Symes geschickt, die sich beklagt hat, daß es jeden Sabbath Fälle gibt, wo man auf Juden Steine schleuderte Sie erhielten zur Antwort, es handle sich doch nur um „Jünglach". Wir wissen aber, daß gewisse Phänomene immer damit beginnen, daß die Vorstoßtrupnen aus „Gassenjungen" bestehen. Manchmal dauert es eine Stunde, bis die Hauptpogromtruppe kommt, manchmal 124

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