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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 122

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 122 (sequence 164)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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5. Sitzung: Generaldebatte wurden nicht angenommen. Er schloß seine Fabrik: dann wurden sie angenommen. Aehnlich war es mit dem Fabrikanten Blum. Auch er stellte gewisse Zollforderungen. Die Eegierung hat sie nicht erfüllt. Er schließt die Fabrik. Dann nimmt die Eegierung seine Forderungen an. Daß diese Forderungen schließlich doch angenommen wurden, ist ein Beweis, daß sie vernünftig und möglich waren. Was ist das für ein Eegime, wo man vernünftige Forderungen abweist und erst dann annimmt, wenn ihre Ablehnung zu Erschütterungen geführt hat? Die bekannte Silikat-Fabrik hatte unter großen Eisenbahntransport-Spesen zu leiden. Vorstellungen bei der Bahnverwaltung blieben ergebnislos. Sie wandte sich nun an gewisse arabische Schiffsleute und erzielte durch die Wasserfracht von Jaffa nach Haifa eine 30prozentige Ersparnis. Hierauf erhielt sie von der Eisenbahndirektion einen Brief, in welchem ihr auch auf der Eisenbahn ein SOprozentiger Eabatt eingeräumt wurde. Als aber im November infolge der Herbststürme die Schiffahrt unmöglich wurde, zog die Eisenbahndirektion den Eabatt zurück. Als sich die Silikat-Fabrik jetzt, nach dem Erdbeben, zum Zwecke der Neubauten in den Städten um Gewährung eines Eabbats für Ziegeltransporte an die Eisenbahndirektion wandte, wurde ihr Gesuch abgewiesen. Das ist ein Geist, unter welchem sich eine junge Industrie nicht entwickeln kann. Ich habe hier einen Brief vor mir, ein Memorandum an Sie, meine Herren Delegierten, von der Föderation der jüdischen' Industriellen in Palästina. Ich will Ihnen nur einen Satz vorlesen: „Die Haltung der palästinensischen Eegierung gegenüber der jüdischen Industrie ist sehr negativ. Die entscheidenden Stellen der palästinensischen Eegierung und die Leiter der für uns wichtigen Departements zeigen ausgesprochen antizionistische Tendenz. Wir vermögen nicht zu beurteilen, welche großen politischen Erfolge in London oder in Genf erreicht werden. Wir wissen nur, daß hier im Lande die zionistische Politik für alle wirtschaftlichen Fragen ohne jeden maßgebenden Einfluß auf die englische Verwaltung geblieben ist. Die junge Industrie hat auf diese Weise nicht nur keine Unterstützung von seiten der Eegierung erhalten, sondern sie wird auch durch überraschende Maßnahmen in ihrer Existenz bedroht. In der Zollfrage ist leider durch Mitglieder der Zionistischen Exekutive verbreitet worden, daß die Eegierung die Forderungen der Industrie im Wesentlichen befriedigt hätte. Diese Informationen sind vollkommen falsch." 122

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