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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 121

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 121 (sequence 163)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Gluska, Jabotinsky Araber in West-Palästina, wahrscheinlich wird es im Laufe einer Generation eine Million werden, denn die Araber sind eine primitive und polygamistische Easse, die sich unter den guten Bedingungen einer europäischen Administration sehr schnell vermehren wird. Wo kommen wir da hin mit unseren 10.000 Immigranten pro Jahr? Die Krise aber sagt uns: unter den heutigen Bedingungen kann Palästina auch die 10.000 Juden pro Jahr nicht aufnehmen. Ich bin kein hartherziger Mann und ich verstehe die Tragödie, wenn wir in Palästina 8000 Menschen haben, die vielleicht Hunger leiden. Werden Sie es mir aber übelnehmen, wenn ich Ihnen sage, daß ich auch den Hunger von Millionen jüdischer Herzen nach dem Zionismus nicht vergessen kann? Eines Tages werden wir vielleicht diese Krise überwinden und diese 8000 Leute retten. Aber was geschieht dann weiter — mit dem Zionismus? Vor zwei Jahren mußte ich vor dem Kongreß eine lange Rede halten, um zu beweisen, daß eine Masseneinwanderung eine Staatsangelegenheit ist, sowohl was die Landwirtschaft und die Bodenfrage, als auch was die Industrie betrifft. Insbesondere die Schaffung einer jungen Industrie ist nur möglich, wenn die Eegierung ein gewisses System von Protektion einführt. Würde ich dies heute wieder beweisen wollen, so würde man mir sagen, daß es bereits ein Gemeinplatz ist. Ich bin sehr zufrieden, daß die zionistische Oeffentlichkeit in diesen zwei Jahren so Vieles gelernt hat. Diese Lehre der Krise, die große Frage, wie sind wir überhaupt imstande, eine adäquate Kolonisation zu führen, ist die tragischste und die schwierigste. Aber auch die Krise selbst, die Arbeitslosigkeit, ist überaus wichtig. Herr Sokolow hat hier die schönen Worte gesagt: Wir werden nicht von hier weggehen, bis wir den Weg gefunden haben, dieser Krise abzuhelfen. Einverstanden! Kühren Sie sich nicht vom Orte, bis Sie diese Frage beantwortet haben! Eine wirkliche Abhilfe für die Arbeitslosigkeit kann nicht bestehen in öffentlichen Arbeiten — das nützte nur für kurze Zeit — und auch nicht in der Landwirtschaft — das ist ein viel zu langsamer Prozeß. Die beste Hilfe wäre industrielle Beschäftigung. Und tatsächlich hat die jüdische Industrie in Palästina in den letzten Jahren einen großen Aufschwung genommen. Nach der Meinung der Industriellen gibt es hier noch weitere große Möglichkeiten. Aber nur unter gewissen Bedingungen: der Staat muß eine gewisse Atmosphäre schaffen. Gerade das ist aber nicht geschehen. Gestatten Sie mir, einige Tatsachen vorzubringen. Der Fabrikant Delfiner hat an die Eegierung gewisse Forderungen gestellt. Sie 121

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