Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 120 (sequence 162)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3476254-3476284--6605-3482752- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
5. Sitzung: Generaldebatte Vorsitzender: Die Generaldebatte wird nunmehr fortgesetzt. Del. Secharja Gluska (Palästina, bürgerL-national, hebräisch): Sehr geehrter Kongreß! Da mir nur eine kurze Zeit zur Verfügung gestellt wurde, so muß ich mich auf einige Fragen beschränken, die sich auf die Forderungen der Jemeniten in Palästina beziehen. Ich muß vor allem andern unserer Exekutive den Vorwurf machen, daß sie die Beschlüsse des vorigen Kongresses bezüglich der Bereitstellung von Geldern für die Ansiedlung von Jemeniten nicht ausgeführt hat. Statt 15.000 Pfund wurden für die Jemeniten bloß 1200 Pfund ausgegeben. Auch in Bezug auf die Arbeit ist ein Unrecht gegenüber den Jemeniten geschehen. Von den 20.000 Pfund, die das Arbeits-Departement •ausgegeben hat, haben die Jemeniten nur 1600 bekommen. Die Unterstützung der Arbeitslosen ist auch nicht in gerechter Weise durchgeführt worden. Die Einwanderer aus Europa haben 20 bit> 25, die Verheirateten 30 bis 50 Grusch wöchentlich Unterstützung bekommen, während die ledigen Jemeniten nur bis 10 und die Verheirateten nur bis 15 Gl usch wöchentlich erhielten. Wir haben auf dem letzen Kongieß gefordert, daß mau eine Einwanderungskommission in Aden gründe, die den Jemeniten die Möglichkeit zur Einwanderung nach Palästina schaffen soll. Wir wollten mit dem Colonel Kisch sprechen und ihm ein Memorandum übergeben; es war zwecklos, er war für uns nicht da. Wir müssen betonen, daß solange unsere heutige Exekutive auf ihrem Posten steht, die Jemeniten nicht die nötige Hilfe erhalten werden. Während der Keren Kajemeth den 5848 Aschkenasim 125.947 Dunam zur Verfügung gestellt hat, müssen sich die 2000 Jemeniten mit 381 Dunam begnügen. Wir fordern: 1. daß eine Einwanderungskommission in Aden gegründet werde, 2. daß der Keren Kajemeth den Jemeniten Boden in genügendem Maße zuweise und daß 3. die Jemeniten die gleichen Eechte auf Arbeit in allen Zweigen unseres Aufbauwerkes erhalten. (Beifall.) Del. Wladimir Jabotinsky (Palästina, Kevisionist — mit Beifall begrüßt, spricht deutsch): Hoher Kongreß! Ich muß die ganze Zeit an die Lehre denken, die darin besteht: wir haben im Laufe von sieben Jahren 72.000 Juden nach Erez Israel gebracht, ein Durchschnitt von 10.000 pro Jahr. Es gibt dreiviertel Millionen 120