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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 108

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 108 (sequence 150)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476284--6593-3482740
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4. Sitzung: Generaldebatte Es wird nicht lange dauern, und Ihr werdet beginnen an die Wahrheit zu glauben, daß eine „gute Leitung" Eure Sache ist und die Arbeiter eine schlechte Leitung wollen. Aber seid sicher, daß ich viele Beweise von Vertretern des Jischuw in Palästina bringen kann, wenn ich behaupte, daß in dieser Stunde, wo Ihr Euch so sehr anstrengt, uns die Lehren der „Konsolidierung" beizubringen und die Eolle der „Besserwisser" zu spielen, wie Herzl gesagt hat, daß eben jetzt in Palästina tatsächlich ein starker Prozeß der Konsolidierung in den Wirtschaften, Kwuzoth und Siedlungen vor sich geht. Vergleicht doch die alten Kolonien mit den neuen Wirtschaften, und Ihr werdet sehen, wieviel wir im Laufe der Jahre gelernt haben. Wie gut wäre es gewesen, wenn wir in diesen acht Monaten nicht mit Euch hätten kämpfen müssen und statt der Arbeitslosenunterstützung Kapital gekommen wäre, so daß wir nicht unsere Kräfte und unsere Nerven für jede praktische Verbesserung hätten verschwenden müssen! Die Arbeiter in Erez Israel sehen sich selbst als die Träger einer großen Botschaft — nicht nur für ihre Klasse, sondern für die ganze Nation an. Diejenigen, die sich so viel um den „Mittelstand" kümmern und aus vollem Herzen Pinsk, Berdyczew und Nalewki nach Palästina transportieren wollen, vielleicht werden sie am Ende doch verstehen, daß sie daran nicht durch unseren Widerstand verhindert werden, sondern daß es dafür keine objektive Möglichkeit gibt. Der Jude des Mittelstandes hat keinen anderen Weg offen als den der Arbeit. Welchen Grund und welchen Sinn hat der Kampf gegen die Arbeiter im Zionismus? Heute hat uns noch der Präsident gesagt, daß man einen Vertrag nur mit Einzelnen machen kann, Gott behüte nicht mit der Organisation. Warum aber nicht? Warum ist es einer Gesellschaft mit vielen Verdiensten und großen Leistungen wie der Soskins erlaubt, den Vertrag der Siedler mit der Zionistischen Exekutive mitzuunterschreiben, der Arbeiterorganisation aber verboten? Auch unsere Amerikaner verstehen doch zuhause, wie wertvoll die „organized labour" ist, ohne die sich kein Land entwickeln kann, aber gerade im Falle von Erez Israel haben sie es vergessen. Und diejenigen, die von Achad Haam gelernt haben, vergessen jetzt seinen Kampf gegen die „Bevormundung". Zu unserem Glück hat uns die fundamentale Tat der zionistischen Bewegung von der Bevormundung freigemacht. Die Kooperation der palästinensischen Arbeiter in sanitärer und kultureller Arbeit und landwirtschaftlicher Kolonisation hat das Individuum erzogen. Sie hat auch seine Persönlichkeit und seine Initiative gestärkt. Die Tendenz, die Kraft der Histadruth 108

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