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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 106

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 106 (sequence 148)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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4. Sitzung: Generaldebatte die tausende von Arbeitslosen zu wecken. Wäre es nur eine Frage der Existenz dieser Menschen, so wäre es vom menschlichen Standpunkt wichtig, vom zionistischen Standpunkt aber nicht gefährlich, wie das heute der Fall ist. Was aber haben wir getan, um die Lage zu bessern? Es war eine Zeit, wo wir leicht eine Aenderung herbeiführen konnten, aber unsere Ueberklugen konnten berechnen, es sei „nicht würdig", gegen die Arbeitslosigkeit zu kämpfen, denn — „was wird später sein?" Sie erklärten alle unsere Vorschläge für Illusionen, und was war das Ende? Wir spielen mit dem Leben von tausenden von Menschen, mit einem ganzen Chaluzgeschlecht, und wer weiß, wie groß noch der Preis sein wird, den wir dafür werden bezahlen müssen! Der Aufbau Erez Israels ist nur auf einem Wege möglich: mit Würdigung und Verständnis für chaluzische Energie, welche sich dem Aufbau und Erez Israel darbringt. Diese Kraft, die wir heute in unseren Chaluzim in Palästina besitzen — eine Kraft, die von vielen Geschlechtern herstammt — wenn wir sie jetzt verlieren und zum Müßiggang verurteilen, wer weiß; ob wir sie im kommenden Geschlecht noch besitzen werden! Es muß eine tiefe und feste Verknüpfung zwischen dieser Chaluzkraft und der ganzen zionistischen Bewegung bestehen. Alles Gute, was in Erez Israel geschaffen wurde, ist dank dieser Verknüpfung geschaffen worden, die schon vor zwanzig Jahren geschlossen wurde; freilich wurde sie nicht immer geschützt. Mit wehem Herzen erinnere ich an die neuntausend Chaluzim, die in der Uniform der englischen Legionen kamen, an die Gründer des jüdischen Gdud, die aus dem Lande ausgewiesen wurden. Wissen Sie, welchen Rückschlag diese Vertreibung für unsere Bewegung bedeutete? Jetzt, in dieser schweren Zeit hat sich die Arbeitsteilung in der Bewegung klar gezeigt. Auf der einen Seite standen Leute mit aller Kraft auf dem Posten und hörten trotz der Not nicht auf zu schaffen — Siedlungen, Wirtschaften, Arbeiterinnengruppen, städtische Kooperativen — ja, sie drangen sogar in die arabische Wirtschaft ein. Aber auch die andere Seite wählte sich ihre Arbeit. Ihr habt die Gelegenheit ergriffen, uns eine Lektion in Wirtschafliehkeit und Efficiency zu erteilen. Ihr habt nicht aufgehört, uns Moral zu predigen, und habt Mißtrauen gesät gegen die Menschen, die das Land bauen. Und diese Eure Arbeit hat natürlich Früchte getragen. Hie und da fängt man schon an die Fahne zu senken und fordert eine Eeduzierung unserer Aspirationen. Das tut der progressive Zionist in Deutschland, und das tut man in 106

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