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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 101

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 101 (sequence 143)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476284--6586-3482733
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Arlosoroff, Wise Tag die Sonne in den Augen hatte und von der Sonne geblendet war. Der Zionismus war im Verlaufe der Nachkriegsjahre in einer ähnlichen Situation. Die Sonne des zionistischen Ideals in seiner reinsten Verwirklichung stand ihm vor den Augen und man hatte nicht immer den klaren Blick auf den Kampfplatz. Man muß die Kraft haben, an die Sonne zu glauben, auch wenn sie im Kücken steht. Besser, den klaren Blick auf das Feld und klar und besonnen gehandelt, als bezwungen zu sein von der Größe und Helle des Sieges, dem man zustrebt, und den klaren Blick zu verlieren. Die Stunde ist schwer und dunkel. Wir müssen die Kraft haben, auch wenn es dunkel ist, zu glauben, daß die Sonne kommt. Wir dürfen uns nicht hinter dem Geschehen herschleifen lassen, sondern müssen planmäßig die Uebergangszeiten überwinden durch einen konstruktiven Plan. Wir müssen glauben, daß die Sonne Palästinas, die manchmal hart und unbarmherzig auf den Arbeiter herniederscheint, daß diese Sonne unseres Vaterlandes auch in keiner noch so dunklen Stunde vor unserem entschlossenen Willen und unserem planmäßigen Handeln ins Nichts versinken kann. (Stürmischer Beifall.) Dr. Stephen Wise (A. C, Amerika — englisch): Wir amerikanischen Zionisten bringen hierher zum 15. Zionistenkongreß ein großes Maß von Hilfsbereitschaft der nahezu vier Millionen amerikanischer Juden für das Werk der zionistischen Bewegung. Wir amerikanischen Zionisten haben in den letzten zwei Jahren große Aufgaben zu erfüllen gehabt, in diesen Jahren voll von Schwierigkeiten und Sorgen in Palästina. Wir sind einverstanden damit, daß man uns einen Teil der Last, der Sorge für Palästina, für die Deckung des Budgets aufgebürdet hat; und doch fragen wir uns manchmal ob nicht ein allzu großer Teil der Bürde auf unsere Schultern gelegt wurde. Wir verstehen, daß ein großer Teil der europäischen Juden verarmt ist, und wir amerikanischen Juden haben gern und willig geholfen, ihre Lage zu erleichtern. Wenn aber wir Amerikaner für Palästina alles tun, was nur in unseren Kräften steht, so dürfen die europäischen Juden darum keineswegs in ihren Anstrengungen nachlassen. Bs ist vielleicht eine Gefahr für die zionistische Bewegung, daß ein so großer Teil ihrer materiellen Hilfsquellen von einem einzigen Lande bereitgestellt wird. Ich weiß, man kritisiert uns Amerikaner oft und ausgiebig. Wir aber haben uns die Disziplin von Soldaten auferlegt, wir haben in diesen zwei Jahren getreu und loyal die Beschlüsse des Kongresses befolgt. Wir haben unsere Meinungen zurückgestellt, unsere TJeberzeugungen unterdrückt und 101

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