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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 102

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 102 (sequence 144)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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3. Sitzung: Generaldebatte waren in der Durchführung der Beschlüsse des 14. Kongresses über die Jewisli Agency und in der Unterstützung Weizmanns absolut loyal. Wir hoffen das Beste, denn wir glauben an den Willen unserer jüdischen Brüder, uns zu helfen. Wir erwarten mit Vertrauen, daß nach der Erstattung des Berichtes der Ägency-Kommission Vieles und Großes für den Wiederaufbau Palästinas geleistet werden wird. Sollte diese nichtzionistische Hilfe für Palästina nicht in dem Maße kommen, wie wir das erhoffen, so haben wir wenigstens unsere Pflicht getan, und niemand wird uns sagen dürfen, daß wir unsere jüdischen Brüder gehindert hätten, ihren Teil an der Last zu tragen. Ich spreche nicht für meine Person, sondern für die amerikanischen Zionisten, und ich spreche als einer, der, wenn irgendetwas, weiß, daß er ein Freund Großbritanniens war und ist und bleibt. Nach der Balfour-Deklaration pflegten wir zu sagen, und ich sagte es tausendmal in zionistischen Versammlungen: Das Tor ist geöffnet. Die Balf our- Deklaration hat das Tor Palästinas weit geöffnet, und das ist alles, was wir verlangen. Heute aber sage ich: Wir verlangen mehr. Es genügt nicht, daß das Tor offen steht. Trotz dem offenen Tor kann es an Förderung des jüdischen nationalen Heimes fehlen. Förderung heißt nicht bloß: nicht hindern. Wollen Sie, daß ich ein Beispiel anführe, so sage ich: „Taxation" (Besteuerung). Vor 151 Jahren rief Amerika dieses Wort Großbritannien entgegen. Unser Werk in Palästina wird heute so besteuert, als ob die Eegierung Palästinas die von 1897 wäre, der wirtschaftliche Zustand Palästinas aber der von 1957. Das jüdische Heim darf nicht mit Steuern bis zum Uebermaß belastet werden. Jüdischer Unternehmergeist, jüdischer Opfermut fordern von dem britischen Mandatar eine gerechte Besteuerung. Wir haben oft darauf hingewiesen, daß die Palästina-Begierung seit dem Beginn der britischen Verwaltung in Palästina einen Budgetüberschuß von weit über eine Million Pfund erzielte. Dieser Ueberschuß ist durch jüdische Opfer und durch jüdische Leistung ermöglicht worden. (Lebhafter Beifall.) Ich bin mir des Ernstes dessen bewußt, was ich sage, und ich sage, es gibt viele Wege, auf denen die Mandatarregierung, die die Eegierung der Balfour-Deklaration ist, das Versprechen dieser Deklaration halten kann. Wir haben volles Vertrauen dazu, daß unsere Führung, die in der Person Weizmanns und seiner Kollegen verkörpert ist, in jeder gerechten Forderung gegenüber der Mandatarregierung allen Eückhalt finden wird. Ich verlange im Namen meiner Freunde in Amerika keineswegs, daß irgendwelche ungerechten oder übertriebenen Forderungen an die britische Eegierung gestellt werden sollen; aber wir 102

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