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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 99

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 99 (sequence 141)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Arlosoroff Fachleute zur Grundlage für ihre Expertise nehmen. Und ich sollte meinen, daß der Zionistenkongreß diesen Geist der Selbstwürde auch allen Expertenkommissionen gegenüber wahren und behaupten sollte. Den letzten Teil meiner Rede widme ich dem bedeutendsten und aktuellsten Probleme, das für mich besteht; es ist dies die Frage der aktuellen Arbeit im Lande. Es ist der größte Stolz meines Lebens, daß ich, seit ich zionistisch denken kann, in der palästinensischen Arbeiterbewegung stehe. Wir alle wissen, was diese letzten 22 Monate für die Arbeiter bedeutet haben, besonders an den Donnerstagen und Freitagen, wenn wir Hunderte, ja Tausende von Chawerim in einer Prozession um die Arbeitslosenunterstützung ins Beth Poalim ziehen sahen. Sie werden verstehen, was das heißt. Ein siebzigjähriger englischer Feldmarsehall ist ins Land gekommen, der nichts wußte von Chaluzim, wenig von Zionismus, nichts von jüdischer Geschichte, und diesen greisen englischen Feldmarschall hat die Bewegung innerlich bezwungen. Es ist Zionisten vorbehalten gewesen, in dieser harten Zeit eine Kampagne gegen die palästinensische Arbeiterschaft zu entfessein. Ich werde auf diesen Antiarbeiterkurs keine drei Minuten verwenden. Es ist dies nur eine sterile, vorübergehende, reaktionäre Episode. Nicht darum, weil wir es so wollen, sondern weil die objektiven Bedingungen des Landes und der Menschen die Arbeiterbewegung zum tragenden Pfeiler der nationalen Heimstätte gemacht haben. Das „Wunder der jüdischen Heimstätte", von dem Dr. Halpern vor zwei Jahren auf dem Kongresse sprach, ist nur durch das Wunder des jüdischen Arbeiters möglich geworden, das jenem vorausgegangen ist. Das eine steht für mich fest: der Sieg des jüdischen Arbeiters in Palästina war nicht der Sieg des einzelnen Arbeiters und nicht der der Arbeiterklasse, sondern ein Sieg des Zionismus. Sie kennen das Orakel, das dem Krösus gegeben wurde: wenn du den Halys überschreitest, wirst du ein großes Reich zerstören. Er kam nicht auf den Gedanken, daß er nicht nur das Reich seiner Feinde, sondern auch sein eigenes zerstören könne. (Zur Rechten gewendet:) Auch ich rufe Ihnen zu: Wenn Sie den Halys überschreiten, werden Sie ein großes Reich zerstören, nicht das des jüdischen Arbeiters allein, sondern die große konzentrierte Anstrengung des Zionismus, die auf den Schultern des Arbeiters ruht. Die Arbeiterbewegung und damit der Jischuw befinden sich wegen der Arbeitslosigkeit in einer Uebergangskrise. Ich sage Uebergangskrise, weil ich daran festhalte, daß die wichtigen kolonisatorischen Positionen fest und 99

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