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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 95

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 95 (sequence 137)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Arlosoroff Lande, in dem vier Millionen Juden leben und in dem es in der zionistischen Bewegung vielfach ganz und gar nicht erfreulich aussieht. Ich bin der Meinung,- daß die Hadassah heute eine große positive Position des Zionismus in Amerika ist. Dennoch habe ich es nicht verstanden, warum es Herrn Dr. Weizmann eine „besonders angenehme Pflicht" gewesen ist, uns dieses Abkommen zwischen der Zionistischen Exekutive und der Hadassah zur ^Ratifizierung zu empfehlen. Eine schwere Pflicht, unter dem Druck der Hadassah — das hätte ich schon verstanden, aber eine besonders angenehme Pflicht, das kann ich nicht verstehen. (Heiterkeit.) Und der Sachverhalt ist ja in dem Falle Hadassah klar. Eine Institution, die wir bisher als integrierenden Bestandteil unserer Arbeit in Palästina angesehen haben, wird durch einen Separatvertrag der Gewalt der Zionistischen Exekutive entzogen, oder richtiger, die Zionistische Exekutive begibt sich freiwillig ihrer Gewalt, indem eine immerhin beträchtliche Summe von 140.000 bis 150.000 Pfund der budgetären Verfügung des Kongresses und der Exekutive praktisch entzogen wird. Ich sehe aber darin ein noch viel wichtigeres Problem. Ich sehe darin ein weiteres Symptom zu den vielen, die wir in Palästina seit langem beobachten. Ich meine hier den Versuch, die amerikanischen Juden, die in Palästina leben, abzusondern, sie aus dem Ganzen des jüdischen Jischuw in Palästina herauszuheben, sie zu einem geschlossenen Klüngel zu machen und selbständig Politik machen zu lassen. Diese Tendenz — ist sie nicht ein sehr gefährliches chinesisches Beispiel für die Zionistische Organisation? (Lebhafter Beifall.) Ich glaube, es ist noch nicht zu spät, in allem Ernst, mit aller Loyalität gegenüber der Hadassah, in aller Freundschaft, die ich der Hadassah gegenüber aufrichtig empfinde, zu sagen, daß solche Anzeichen äußerst bedenklich sind. Charakteristisch ist z. B. in den letzten Wochen der Fall Ghery; ich meine da den Eücktritt von Dr. Ghery, einem der ältesten amerikanischen Hadassah-Aerzte in Palästina, der seine Demission damit begründet hat, daß er die Wendung der Amerikaner in Palästina zur separatistischen Politik nicht mitmachen wolle, daß er es nicht mit ansehen wolle, wie man die Hadassah, statt sie zu einem Organ des ganzen Jischuw auszugestalten, zu einem importierten amerikanischen Institut umwandelt. Das ist ein Beispiel für die innere Lage, der wir unsere Aufmerksamkeit zuwenden müssen, es gibt aber noch viele andere Beispiele. Bis heute ist zwischen dem Keren Hajessod- Hauptbureau, dem Keren Kajemeth-Hauptbureau und der Zionistischen Exekutive noch immer nicht das System der Kooperation gefunden worden, das sie in einen einheit- 95

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