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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 90

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 90 (sequence 132)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476284--6575-3482722
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3. Sitzung: Generaldebatte Uns ist die nationale Idee, die Sprache und das Land heilig. Aher über allem steht der Glaube, die Lehre und die Heiligkeit Israels. Der Misraehi wird nicht zugeben, daß man behaupte, der einzige Faktor beim Aufbau des Landes sei der Arbeiter. Wir alle sind Söhne Gottes und des Volkes Israel. Ich will nicht über die Jewish Agency reden, ich hoffe, daß die Sache glücken wird. Und wir müssen vollenden, was wir begonnen haben. Wenn wir aber für die Jewish Agency die Fahne senken, wenn unser Präsident sich vor anderen Leuten demütigt und auf vieles verzichtet, wenn er mit Leuten, die den Primat Palästinas nicht anerkennen und die jüdische Nationalität negieren, nur des materiellen Erfolges wegen paktiert, warum hat er nicht Konzessionen gemacht gegenüber jenen religiösen Elementen, die man zum Zionismus bringen könnte, wenn man es verstünde, mit ihnen zu reden. Während Weizmann für alles in Amerika Zeit hatte, hat er es nicht für nötig gehalten, die Konferenz des Misraehi zu begrüßen, weil man die Misrachisten für Zionisten zweiten Banges hält. Wie weit die Exekutive nicht jüdisch denkt und handelt, dafür diene als Beweis die Tatsache, daß sie im Falle von Streitigkeiten Eegierungsgerichtshöfe und nichtjüdische Gerichte anruft, obgleich sie weiß, daß es Gerichte in Israel gibt. Wir stehen in einer schweren Zeit und wir wünschen und hoffen, daß dieser Kongreß alle Lager einigen wird. Wir hoffen aber auch, daß der Kongreß verstehen wird, wenn nicht jetzt, so doch in einigen Jahren, was der Misraehi verlangt. Wir wollen eine Erziehung, die gegründet ist auf den Glauben Israels in seiner Vollkommenheit und die ein Gefühl hat für die unvergänglichen Werte des jüdischen Volkes. Die Wahlen und der große Erfolg des Misraehi haben gezeigt, wie das Volk zum Zionismus steht. Es gibt nur eine Heilung unserer Krankheit, wir müssen zu Gott und zu Erez Israel zurückkehren. (Lebhafter Beifall.) Dr. Chaim Arlosoroff (A. C, Hitachduth — deutsch): Sehr geehrter Kongreß! (Zurufe: Hebräisch!) Ich möchte nicht einen großen Teil meiner Zeit schon auf die erste Diskussionsrede, die ich eben gehört habe, verwenden und mich so dem so beliebten innerzionistischen Gruppenkampf allzusehr hingeben. Ich glaube, die Dinge, die Herr Meyer Berlin eben berührt hat, sind doch nicht ganz so einfach, wie er sie geschildert hat. Die Eeligion ist nicht so einfach mit den Politikern der Religion und nicht mit dem fest aufgerichteten Prie- 90

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