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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 87

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 87 (sequence 129)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476284--6572-3482719
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Margulies, Goldmann, Jabotinsky, Cohen, Berlin Vorsitzender unterbricht die Sitzung für fünf Minuten zwecks Beratung des Präsidiums. (Nach Wiederaufnahme der Sitzung:) Ich teile dem Kongreß den nunmehr modifizierten Vorschlag des Präsidiums mit: Die Redner sprechen in der Reihenfolge der Größe ihrer Fraktionen. Sämtliche Redner haben die gleiche Redezeit von je einer halben Stunde. Auf Begehren von 30 Delegierten kann mit Zustimmung des Kongresses für einen Redner die Redezeit verlängert werden. Del. Izchak Grünbaum (Polen, Radikal): Man kann doch programmatische Fraktionen, also Fraktionen, die in Opposition gegen die Politik der Leitung in allen ihren Zweigen stehen, nicht auf eine Stufe mit kleineren Landsmannschaften stellen. Ich verlange daher, daß für die programmatischen Gruppen, also für Fraktionen und Sonderverbandsdelefgationen, die Redezeit mit einer Stunde festgesetzt werde. Der Antrag Grünbaum wird angenommen. Del. Sam. Cohen (Palästina, bürgerlich-national, deutsch): Ich stelle den Antrag, meiner Gruppe gleichfalls eine Stunde Redezeit einzuräumen. (Lebhafter Widerspruch links; Zwischenrufe: Ein palästinensischer Delegierter hat hebräisch zu sprechen! Die Mehrheit Palästinas ist durch Arbeiterdelegierte vertreten!) Der Antrag Cohen wird abgelehnt. Vorsitzender: Es bleibt somit bei dem durch den Antrag Grünbaum modifizierten Antrag des Präsidiums. Wir treten jetzt in die Generaldebatte ein. Rabbi Meyer Berlin (A. C, Misraichi — hebräisch): Wir alle kennen die furchtbare Schwere des Augenblickes und des Zustandes, in dein wir uns befinden. Man tröstet uns damit, daß in Palästina kein Zusammenbruch eingetreten ist. Erez Israel ist wirklich nicht zerbrochen, aber richtig ist, daß unser Herz und unsere Seele zerbrochen wurde. Die Krise ist nicht in Palästina, sondern in der zionistischen Bewegung, in jedem Herzen nnd in jeder Seele. Es ist aber nicht jüdische Art, im Leide zu verzweifeln und im Unglück die Hände in den Schoß zu legen. Wir dürfen weder Verzweiflung noch Fatalismus aufkommen lassen. Es ist nicht an der Zeit, die Leitung oder diese oder jene Persönlichkeit zu kritisieren. Ich bedaure es, daß ein Mitglied der Leitung überhaupt nicht zum Kongreß gekommen ist, um das Absolutorium zu erhalten. Sogar in der zionistischen Exekutive selbst ist schon die Krise zu spüren, indem Leitungs- 87

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