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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 29

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 29 (sequence 71)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476284--6514-3482661
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Dreyfus-Brodsky Die Arbeit, die Sie während dieser Zeit geleistet und der wir allgemein Anerkennung zollen, ist noch nicht zu Ende, es stehen Ihnen noch viele Schwierigkeiten, noch viel Mühe bevor, es bedarf noch vieler Kraft, um das Ziel, das Sie sich gestellt haben, zu erreichen; aber wir wissen alle und wir können es täglich konstatieren, daß Sie alles tun, was in Ihren Kräften steht, um das Baseler Programm durchzuführen, und auch ich zweifle nicht, daß es Ihnen gelingen wird; denn unser einziger Gott, der uns aus Aegypten geführt und der uns in das heilige Land, in dem Milch und Honig fließt, geführt hat und der uns nie verlassen hat während der zweitausend Jahre, während wir unter dem ungerechten Drucke der Völker gelitten haben, wo man uns vernichten wollte, er wird uns wiederum in das gelobte Land bringen; er wird Sie, geehrte Herren, schützen und Ihnen die Kraft geben, das Werk zu vollbringen, das die Vorkämpfer des Zionismus, das die großen Führer vollbringen wollten. Ich darf Sie auch versichern, daß die ganze Judenschaft der Schweiz, welcher Sichtung sie auch angehören möge, stets mit großem Interesse die zionistische Bewegung verfolgt hat und auch weiter Anteil daran nimmt. Gestatten Sie mir, daß ich hier Ihrer großen Führer gedenke, die am ersten Kongreß hier teilgenommen, des großen Dr. Theodor Herzl, Dr. Max Nord au, Dr. Mandelstamm, Dr. Marmorek und anderer, die leider nun schon von uns gegangen sind und nicht mehr erleben durften, wie Sie in das heilige Land einzogen, und denen unser Gott es nur gezeigt hat. Wie oft erinnere ich mich der Unterhaltungen, die ich mit Ihren Führern seiner Zeit gehabt habe, wo ich mich mit ihnen über das traurige Los unserer Brüder im Osten unterhielt und über die Lösung der jüdischen Frage, und wie bewunderte ich den Idealismus und die Tatkraft dieser Führer! Der große Herzl hat, wenn ich einen Ausspruch von Dr. Max Nordau nach dem Tode des großen Führers wiederholen darf, „mit großartig weitem Schwünge gesät, und die Saat wird aufgehen und «sein Volk wird ernten". Heute kann ich wohl sagen, die Saat, die der große Herzl gesät, ist aufgegangen, und niemand zweifelt mehr, daß dem jüdischen Volke eine reichliche Ernte bevorsteht. Die Zeit ist zu kurz bemessen, als daß ich anführen könnte, was Sie, geehrte Herren, für das Judentum, für unsere östlichen Brüder während dieser dreißig Jahre geleistet haben und was in erster Linie durch die Balfour-Deklaration erreicht wurde. Lassen Sie mich nur der vielen Erfolge auf dem sozialen Gebiete, auf dem Gebiet der Siedlungen, der Landwirtschaft, der Errichtung von Schulen, der Hygiene Erwähnung tun. 29

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