Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 56)
- Language
- German, English, Hebrew
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1. Sitzung: Eröffnung inneren Sinn des Nachzuahmenden. Sie schwärmte für die Verbrüderimg mit den Völkern. Sie begriff nicht, daß man durch Absonderung zur Gemeinschaft gelangt. Die erschreckenden Folgen dieser Tendenz traten wie die Feuerzeichen eines Mene Tekel^ein. Nach innen Zerrissenheit, Selbstentäußerung, Indifferentismus, Renegatentum, insbesondere der Jugend, die sich von der Assimilation ganz hinaus ins Fremde flüchtete, wie lose Zähne aus dem Munde eines Greises fallen. Nach außen schmähliche und schnöde Zurückweisung der Assimilations-Zudringlichkeiten seitens der umworbenen Völker. Und doch wollte diese Tendenz führend bleiben. Dieser Schmach mußte ein Ende gesetzt werden. Dieser Sauerteig mußte aus dem Hause ausgefegt werden, bevor man das Fest der Freiheit feiern durfte. Deshalb mußte der Zionismus seine blitzende Geißel gegen die Assimilation schwingen. Man darf ohne Uebertreibung sagen, daß der Siegeslauf Herzischer Gedanken nicht so leicht gewesen wäre ohne die kongeniale Mitarbeit Nordaus, der das Herzische Edelmetall mit unübertrefflicher Kraft in große rhetorische Form umzugießen verstand. Das Baseler Programm und die zionistische Ideologie. Selbstverständlich handelte es sich beim ersten Kongreß einzig und allein um das Palladium des national jüdischen Zukunft sbegriffes, an dem alle jüdischen Generationen seit ältester Zeit hingen, der unbewußt und unverrückbar im tiefsten Grunde der Millionen jüdischer Herzen nistet und der sich nicht hat verkümmern lassen wollen. Selbstverständlich war Erez Israel und nur Erez Israel, die Wiege unserer Nationalität und der Ursprung unserer Stammesart, als der einzig mögliche und der einzig würdige Mittelpunkt unserer historischen Einheit gedacht. Dieser Grundsatz wurde im Baseler Programm formuliert. Das ist der kategorische Imperativ unserer viertausendjährigen Geschichte. An diesem granitenen Fels müssen alle Angriffe, alle Ablenkungsversuche, alle 14