Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 654 (sequence 665)
- Language
- German, English, Hebrew
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17. Sitzung: Schlußreden als den Platz bezeichnete, wo er bestattet werden möchte. Bevor wir den Kongreß schließen, wollen wir den Beschluß fassen, daß dieser Gedanke nunmehr keine Phantasie bleiben, sondern zur Tatsache werden soll. Der Kongreß soll die Exekutive bevollmächtigen, die nötigen Vorbereitungen einzuleiten und eine Kommission einzusetzen; ich möchte den gegenwärtigen Kongreß mit diesem Beschluß besiegelt sehen. Es ist nicht mehr Pietät, es ist mehr als das, es ist Erfüllung. Wir fühlen das Glück, daß doch ein^ mal die Zeit gekommen ist, wo wir in der Lage sind, wie in der letzten Zeit, große Veranstaltungen in Palästina zu machen, unsere Universität in Palästina zu begründen, Städte erblühen zu sehen, neue Siedlungen entstehen zu sehen. Und ich glaube, die Zeit ist gekommen, ein Grab dort zu errichten, ein würdiges Grab für den Schöpfer unseres altneuen Landes. Verehrter Kongreß! Ein Grab, nicht ein Grabmal, einen Garten, eine aufblühende Hoffnung, ein Petach Tikwah! Wir beschließen also den Grundsatz; die Ausführung wird Sache des morgigen Tages sein. Nun, verehrter Kongreß, nur noch einige Worte. Freund Motzkin hat schöne Worte über diesen nicht ruhigen Kongreß gesagt (Heiterkeit), idealistische Worte, die wir alle mitempfinden. Auch ich denke, dieser Kongreß, der 14. Kongreß, war keine Idylle, unsere letzten Kongresse waren alle keine Idyllen mehr. Aber wenn ich in meiner Eröffnungsrede sagte, daß dieser Kongreß ein Kongreß der Alijah sein würde, nehme ich mein Wort nicht zurück, trotzdem es Augenblicke gab, wo alte Kongreßbesucher an den 6. Kongreß dachten oder an eine Kombination des 6. Kongresses mit dem Hamburger Kongreß. Es waren solche Momente, besonders die Unterbrechungen — freilich so früh morgens ist es damals nicht geworden — und trotzdem sage ich, es war ein großer und schwerer Kongreß. Er gibt uns viel Arbeit auf, hat ein Stück Arbeit gemacht. Die Arbeit, glaube ich, wurde weniger bemerkt als die Schwierigkeiten, besonders wegen der Wahlen. Und doch, verehrter Kongreß, werden wir noch 654