Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 652

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 652 (sequence 663)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
98% known words query
IRI
…/3476254-3476282--6362-3482508
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

17. Sitzung: Schlußreden liert die Sammlung von einer Million Pfund für den Keren Hajessod im kommenden Jahre." Wir haben bis jetzt sehr viel über unsere vergrößerten Aufgaben und die Notwendigkeit der Erhöhung unseres Budgets gesprochen, wir haben uns aber sehr wenig mit den Methoden, wie das zu machen sei, beschäftigt. Der Kongreß verläßt sich anscheinend auf die Emissäre, die zur Sammlung »der notwendigen Gelder entsendet werden. Ich glaube, daß dieses Jahr ein schweres Jahr für den Keren Hajessod sein wird, besonders wird der amerikanische Drive für die südrussische Kolonisation unsere Arbeit stören. Aber auch die kritische Lage des osteuropäischen Judentums wird unsere Arbeit erschweren, da das osteuropäische Judentum jetzt eine sehr schwere Zeit durchmacht. Das Judentum wird dort ganz zugrunde gerichtet. Ich habe in einer osteuropäischen Stadt mehr als zwanzig Wagen, die sogenannten „Grabski-Fuhren", herumfahren sehen, die für nicht bezahlte Steuern Möbel und Hausgegenstände von Juden pfändeten. Unsere Keren Hajessod-Sammler pflegten sehr oft auf ihrem Wege diesen Steuerorganen zu begegnen. Aber trotzdem hoffe ich und bin dessen sicher, daß die jüdischen Massen, die im letzten Jahr ohne jedweden Zwang eine halbe Million Pfund an freiwilligen Steuern abgeführt haben, auch jetzt die nötige Million beistellen werden, wenn wir nur verstehen werden, an die jüdischen Massen heranzutreten. Die Juden kennen das Wunder, das in den felsigen und sumpfigen Gegenden Palästinas vor sich geht. Und die Keren Hajessod-Arbeiter kennen gut den Einfluß und die Wirkung der wunderbaren im Emek geleisteten Arbeit auf die jüdischen Massen. Die Juden wissen auch, daß man für die neue Alij ah arbeiten muß. Wir müssen uns jetzt mit einem Appell «an das jüdische Volk wenden und erklären, daß der Keren Hajessod für eine kurze beschränkte Zeit der Zentralpunkt des jüdischen Lebens und der jüdischen Interessen sein muß. Man muß eine Million Pfund vom jüdischen Volke bekommen. Das Direktorium des Keren Hajessod wird für jedes Land ein Kontingent festsetzen, die ganze organisatorische und propagandistische Tätigkeit des Keren Hajessod muß so organisiert werden, daß wir das uns gestellte Ziel erreichen. Wir müssen einen Appell an das jüdische Volk richten, der neues Leben in die jüdische Gasse bringt, damit das kommende Jahr nicht nur ein Jahr des Geldsammelns, sondern ein Jahr nationaler Erziehung und großzügiger zionistischer Arbeit wird. (Lebhafter Beifall.) Vorsitzender Präsident des Kongresses Nahnm Sokolow: Bevor ich das Schlußwort halte, habe ich Ihnen noch folgende Mitteilungen und Vorschläge zu machen. Wir haben in der Exekutive beschlossen, den achtzigsten Geburtstag des Herrn Baron Edmund 652

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.