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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 641

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 641 (sequence 652)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--6351-3482497
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Yellin, Halpern den, aber nicht in der Lage sein werden, sie auszuzahlen, weil uns die Mittel dafür nicht zur Verfügung stehen. Und da dieser Zustand für die Erziehung und den Unterricht unhaltbar ist, wäre es entschieden besser, wenn Sie den bisherigen, auch unhaltbaren Zustand weiter bestehen lassen würden. Ich appelliere an Sie: Mit Rücksicht auf die Erhaltung der Autorität der Exekutive beantrage ich, den Antrag 1 abzulehnen und nicht dazu Ihre Unterstützung zu geben, daß wir uns schon soweit vom Parlamentarismus entfernt haben, daß der Kongreß für einen Antrag stimmt, der eine budgetäre Forderung enthält, deren Grenzen unlimitierbar sind. Geben Sie dieses Schauspiel nicht der Welt, sie hat genug an anderen, und so beantrage ich namens der Exekutive, daß Sie den Antrag ablehnen. Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Meine Herren! Wir kommen jetzt zur Abstimmung, Sie kennen den Antrag 1, der hier von der Erzietoungskomimission vorgeschlagen wird, und ich weiß auch, daß jedes Mitglied des Kongresses sich in diesem Falle der Verantwortung bewußt ist. Wir werden das nochmals verlesen, und die Sache wird damit erledigt sein. (Liest:) Die Zionistische Organisation ist die Eigentümerin des Palästina-Schulwesens und verantwortlich für dasselbe. Das ist ein gan-z klarer Vorschlag. (Nach Abstimmung:) Der Antrag ist mit % gegen 48 Stimmen abgelehnt. Damit ist dieser Punkt erledigt. Damit haben wir die Fragen der Budgetkommission erledigt. (Zahlreiche Zwischenrufe.) Ruhe, Ruhe! Wir haben schon abgestimmt, da nützt also keine Propaganda mehr. Wir haben hier ein sehr reichhaltiges und gut ausgearbeitetes Memorandum in Bezug auf verschiedene Vorschläge der S a n i t ä t s k o m m i s s i o n liegen. Meine Herren! Das Präsidium schlägt Ihnen vor, alle diese Vorschläge dem Actions-Comite als Material zu übergeben. Wer dafür ist, den bitte ich die Hand zu heben. Gegenprobe. Angenommen. (Die im Kongreß nicht verlesenen Anträge lauten:) 1. Gemäß dem Beschlüsse des 13. Kongresses wiederholt der 14. Kongreß, daß die medizinische und sanitäre Arbeit innerhalb der Kolonisationsprobleme eine wirtschaftliche Bedeutung ersten Ranges einnimmt. 2. Der Kongreß lenkt die Aufmerksamkeit der kolonisierenden Organe auf die Notwendigkeit, die sanitären und hygienischen Bedürfnisse der Siedlungen, insbesondere bei der Okkupation neuer Landesteile, zu berücksichtigen. 3. Der Kongreß begrüßt die Bestrebungen des Waad Habriuth, die Tätigkeit aller jüdischen medizinischen Institutionen zu koordinieren und einen ständigen Zusammenhang zwischen den medizinischen Institutionen und den obersten Organen der Zionistischen Organisation und des Jischuw zu schaffen. 4. Der Kongreß anerkennt die große Leistung der Hadassah Womens Organisation für die medizinische Arbeit in Palästina. Der Kongreß spricht seine Meinung aus, daß der weitere Ausbau dieser Arbeit es notwendig macht, dem palästinensischen Jischuw einen größeren Einfluß auf die Leitung der Hadassah Medical Organisation einzuräumen, als es bisher der Fall war. 5. Der Kongreß anerkennt mit Befriedigung die rasche Entwicklung der Kupath Cholim. Der Kongreß steht auf demselben Standpunkte wie der 13. Kongreß, daß in Palästina nur eine Kupath Cholim der Arbeiterschaft sich gedeihlich entwickeln kann. Der Kongreß beauftragt den Waad Habriuth, raschest die Bedingungen für eine vereinigte Kupath Cholim der Histadruth Haowdim Haklaiith, des Hapoel Hamisrachi und aller anderen arbeitenden Elemente zu schaffen. 6. Der Kongreß fordert die Palästina-Exekutive auf, bei der palästinensischen Regierung die Befriedigung der sanitären Bedürfnisse der jüdischen Bevölkerung in entsprechendem Maße durchzusetzen und eine entsprechende Subventionierang des jüdischen Spital- und Krankenkassenwesens zu erlangen. 41 641

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