Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 638 (sequence 649)
- Language
- German, English, Hebrew
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17. Sitzung: Nachtragsberichte soll aus einem von der Exekutive bestellten Leiter und einem aus den Kreisen der Interessentengruppen gewählten Beirat bestehen. Die Fürsorge dieses Dezernates gilt allen Kreisen der arbeitenden Bevölkerung ohne Rücksicht auf die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Stande oder einer Organisation. Bei der Auswahl der hiebei zu berücksichtigenden Personen sollen Familienväter und diejenigen, die ihre Familie aushalten müssen, vor Einzelpersonen grundsätzlich bevorzugt werden. Förderung des Handwerks: 5. Der Kongreß beauftragt den Keren Hajessod, sich an der Bank für Handwerker mit einer Summe bis 2000 Pfund zu beteiligen. Diese Beteiligung erfolgt im gleichen Verhältnis zu den Beträgen, die von dem Merkas Baale Melacha selbst aufgebracht werden. Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Meine Herren! Wir nehmen zur Kenntnis, daß sämtliche verlesenen Anträge (der Kommission für städtische Siedlung in Uebereinstimmung mit dem Budget sind. (Nach Abstimmung:) Angenommen. Meine Herren, jetzt sind wir mit diesem Punkt fertig. Jetzt kommt noch Erziehung. Die erste Resolution der Erziehungskommission (siehe oben S. 622) schlägt vor, daß die Zionistische Organisation die Eigentümerin des Palästina- Schulwerkes und für dasselbe verantwortlich ist. Wir haben über die Resolution damals nicht abgestimmt ^und beschlossen, im Zusammenhang mit den allgemeinen IBudgetanträgen diese Frage zu erörtern. (Zwischenruf: Der Beschluß des Permanenzausschusses?) Es gibt einen Beschluß des Permanenzausschusses und den kann ich Ihnen hier bekannt geben. Der Perffi&nenzausschuß hat beschlossen, daß die Zionistische Organisation nur im Rahmen des vom Kongreß beschlossenen Budgets die Verantwortung für das Schulwesen übernehmen soll. Ist der Obmann des Permanenzausschusses hier? Herr Dr. Thon, als Vertreter der Erziehungskommission können Sie dagegen sprechen, und dann werden wir abstimmen. Mitglied des Actions-Comites Dr. Osias Thon: Meine Herren, es ist einfach ein ganz unmöglicher Zustand, wenn die Organisation ihre Verantwortung auf eine gewisse Summe beschränkt. Es handelt sich um einen Vertrag mit Menschen, die ihre Existenz an ihren Beruf gebunden haben. Da kann man nicht sagen: ich gebe Dir zwei Drittel und das andere, das letzte Drittel, geh' Dir suchen. Die Organisation besitzt eine Machtvollkommenheit, gerade wie eine Regierung sie hat. Sie hat das Recht, Steuern aufzuerlegen und den Jischuw zu zwingen, einen entsprechenden Anteil zur Erhaltung des Schulwesens beizutragen. Es ist natürlich eine sehr unpopuläre Sache, eine Schule zu schließen, aber wenn ein Kongreßbeschluß vorliegt, daß die Exekutive sie schließen kann, hat sie die Möglichkeit das zu tun, kein Mensch wird ihr das übelnehmen, und die ganze Unpopularität fällt auf den Kongreß, die höchste Instanz der Zionistischen Organisation. Im Ganzen und Großen will ich Ihnen folgendes mitteilen, damit Sie nicht meinen, daß hier eine Tat, eine große Tat vorhanden ist. Im vorigen Jahre, eigentlich in der vorigen Kongreßperiode, hat ursprünglich das Budget auf 58.000 638