Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 606

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 606 (sequence 617)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
98% known words query
IRI
…/3476254-3476282--6316-3482462
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

17. Sitzung: Bericht der Immigrationskommission Sie haben mit dem Arbeitsmarkt in Palästina in Verbindung zu stehen, die breite Oeffentlichkeit über den Stand der Arbeit tax informieren und festzustellen, welche Arbeiter die für Palästina erforderliche Qualifikation besitzen. Die Immigration muß doch reguliert werden, und wir haben die Last der Verteilung der Arbeit zu tragen. Da sagten wir, wir könnten die Qualifikation abgeben. Wir wollten die Sache freier gestalten, damit wir uns mehr der eigentlichen Arbeit widmen können. Was für ein Unrecht haben wir also begangen? Wir sagen nur dem Kongreß, er könne selbst entscheiden, für welchen Vorschlag er zu stimmen habe. Ich glaube, daß Herr Gottlieb gestern noch oder sogar noch heute früh für den Vorschlag gestimmt hätte, jetzt aber will er dagegen stimmen. Machen Sie nicht den Kongreß zu einer Konferenz der Gruppe „Eth Liwnoth", die alles liquidieren möchte, was die Arbeiter geschaffen haben. (Beifall.) Streben Sie nicht danach, das Werk der Arbeiterschaft zu zerstören. (Lebhafter Beifall.) Delegierter Beil Locker (jüdisch): Das Amendement Rak verlangt, daß die Handwerkerorganisationen in den Machlakoth Awodah vertreten sein sollen. Sollte dieses Amendement angenommen werden, so bringe ich ein neues Amendement ein, und zwar, daß auch die Arbeiterorganisationen, die sich nicht am zionistischen Kongreß beteiligen, in den Machlakoth Awodah eine Vertretung erhalten. Vorsitzender Vizepräsident Berlin: Gegen beide Amendements Herr Doktor Gottlieb 1 Mitglied des Actions-Comites Dr. Gottlieb (jüdisch): Meine Herren, ich bitte Sie, weder den Antrag des Gesinnungsgenossen Rak, noch den von Gesinnungsgenossen Locker anzunehmen, da sonst Mitglieder von Körperschaften, die in der Zionistischen Organisation nicht organisiert sind und deren Intentionen wir gar nicht kennen, in die Palästinaämter kommen. Handelt es sich um eine Mittelstandsorganisation, dann ist es eine folkistische und keine zionistische, handelt es sich aber um eine Arbeiterorganisation, dann wird es eine bundistische und nicht eine poale-zionistische sein. Ich schlage deshalb vor, beide Amendements, sowohl das von Rak wie dasjenige von Locker, abzulehnen. Vorsitzender Vizepräsident Berlin: Geehrter Kongreß! Zuerst stimmen wir über das Amendement Rak (siehe oben Seite 604) ab. (Nach Abstimmung:) Abgelehnt. Jetzt kommt der Antrag der Majorität (siehe oben Seite 601 Antrag 7 a). Wir werden ihn nochmals verlesen. (Geschieht. Wach Abstimmung:) Angenommen. (Beifall, Zwischenrufe.) Was wollen Sie? Meine Herren, ich glaube, daß wir in den Statuten keine Bestimmunghaben, die eine nochmalige Abstimmuing vorschreibt, wenn das Stimmenverhältnis klar au ersehen ist. Die Geschäftsordnung schreibt nur namentliche Abstimmung vor, wenn diese von 75 Delegierten verlangt wird, wirddas aber nicht verlangt, so gibt es keine Bestimmung für eine nochmalige Abstimmung*. (Zwischen- 606

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.