Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 607 (sequence 618)
- Language
- German, English, Hebrew
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Mereminski, Locker, Gottlieb, Rosenblüth rufe.) Verlangen Sie namentliche Abstimmung'. (Zuruf: Ja!) Meine Herren, ich glaube, daß es in unser aller Interesse liegt, den Kongreß nicht noch länger und später als es schon jetzt ist, hinauszuziehen. Delegierter Locker: Geehrter Kongreß, ich habe namentliche Abstimmung vorgeschlagen. (Zwischenrufe'.) Ich habe meinen Antrag deshalb eingebracht, weil ich 'der Meinung bin, daß jeder von Ihnen, der an die Zerstörung einer solch wichtigen Institution geht, den Mut aufbringen muß, das offen einzugestehen. Wir wollen sehen, wer dafür ist unid wer dagegen. Vorsitzender Vizepräsident Berlin: Ich glaube, daß all diejenigen, die die Abstimmung beobachtet haben, an dem Resultat nicht zweifeln. (Lärm und Zwischenrufe.) Herr Mereminsiki, zur Geschäftsordnung! Mitglied des Actions-Comites Mereminski: Laut dem Statut hat das Präsidium die Pflicht, auf genügend unterstützten Antrag namentlich abstimmen m lassen. Wir wollen wissen, wie groß die Zahl der schwarzen Hände ist, die die Arbeiter begraben.. (Stürmische, lärmende Protestkundgebungen.) Vorsitzender Vizepräsident Berlin: Ich glaube, daß der Ausdruck, den Herr Mereminisiki gebraucht hat, unparlanientarisch ist. (Der Lärm dauert an.) Ich möchte aber nicht, daß ein Teil des Kongresses sich als benachteiligt betrachtet und ich bitte diejenigen, die für eine namentlich« Abstimmung sind, die Hände aufzuheben. 48 Stimmen! Laut der Geschäftsordnung genügen aber 48 Stimmen nicht für die Unterstützung einer Forderung nach namentlicher Abstimanung. Das Wort hat Herr Mereminsiki zu einer Erklärung. Mitglied des Actions-Comites Mereminski (weist unter neuerlichen stürmischen Zurufen eines Teiles des Plenums die Rüge zurück). Vorsitzender Vizepräsident Berlin: Bs gibt kein« Zwischenge&präche im Kongreß. Wir sitzen im zionistischen Kongreß. Ich bitte alle Delegierten, auf ihren Plätzen sitzen zu bleiben. (Beifall.) Noch einmal abstimmen? Gut. Wer für den Vorschlag der Majorität der Kommission ist, den bitte ich die Hand aufauheben. Mit huntdertvierzehn gegen aweiundfünfzig ist der Antrag angenommen worden* (Zwischenrufe: Minoritätsvorschlag.) Vor de.m Minoritätsvorschlag wind über den Majoritätsvoi&ehlag abgestimmt, und da der Majoritätsvorschlag angenommen worden ist, kann man den Minoritätsvorschlag' nicht zur Abstimmung bringen. Man macht mich eben aufmerksam, daß sich auf den Plätzen der Delegierten auch Nichtdelegierte befinden, und ich ersuche die Nichtdelegierten, diese Plätze zu verlassen. Herr Dr. Rosenblüth wird die weiteren Vorschläge der Kommission vorlesen. Berichterstatter Dr. Rosenblüth: Geehrter Kongreß! Nachdem jetzt durch Ihr Votum die Angelegenheit der Machlakoth Awodah unid damit auch die Angelegenheit der Qualifikationskommission zur Verteilung von Zertifikaten und so weiter entschieden worden ist, kommen wir zu einem Punkte, der in den Beratungen der Kommission einen viel geringeren Raum zu beanspruchen hat als die Frage der Machlakoth Awodah, einen Punkt nämlich, den ich Ihnen nur deshalb vorlegen muß, weil es in dieser Angelegenheit ein Minoritätsvotum gibt, das noch ein Majoritätsvotum nachträglich herausgefordert hat. Es handelt sich um die Frage der Zusammensetzung der leitenden Kommission des Palästinaamtes. Wir erheben hier ... (Wird unterbrochen, Zwisohengespräch mit dem Vorsitzenden.) Meine Herren! Geehrter Kongreß! Ich ir&ae mich sehr, daß ich Sie mit dieser Materie, die ich soeben er- 607