Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 589 (sequence 600)
- Language
- German, English, Hebrew
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Schmorak, Usiel, Florentin nung seid, daß alle Juden ein Recht haben, in Palästina zu leben, dann gebt auch ihnen die Möglichkeit dazu. (Beifall.) Delegierter David Florentin (hebräisch): Meine Herren, die Frage ist viel wichtiger, als allgemein angenommen wird. Seit vielen Jahren bestreben wir uns, die orientalische Judenheit zur Mitarbeit an dem zionistischen Aufbauwerk heranzuziehen. Mit vieler Mühe ist es uns möglich gewesen, kleine Organisationen in Bulgarien, Griechenland und anderen Ländern des Orients zu bilden. In den letzten Jahren ist es uns gelungen, eine Ali j ah von Handwerkern, Landwirtschaftlern und Angehörigen anderer Berufe zu organisieren. Im Laufe der letzten fünf Jahre haben sich viele Familien im Lande angesiedelt, sie konnten aber bis jetzt keine Unterstützung von der Zionistischen Organisation bekommen, weil im Budget keine spezielle Post für Unterstützung orientalischer Juden vorgesehen war. Herr Kaplansky, der Leiter des landwirtschaftlichen Departements, hat diese Frage studiert und ist zu dem Resultat gekommen, daß man die Landwirtschaft unter den orientalischen Juden fördern müsse. Er hat auch vor der Kolonisations-Kommission erklärt, daß das landwirtschaftliche Departement sowohl den schon angesiedelten wie denjenigen, die an Ansiedlung denken, die nötige Hilfe gewähren wolle. Hier aber, im Plenum, wurde beantragt, diese Frage in parlamentarischer Weise zu behandeln und sie von der Tagesordnung abzusetzen. Wir müssen gegen eine solche Taktik protestieren und wenden uns an Sie mit der Bitte, einen der Gerechtigkeit entsprechenden Beschluß zu fassen, damit die zionistische Arbeit in allen Ländern des Orients entsprechend verstärkt und erfolgreich fortgesetzt werden kann, wie es unser aller Wunsch ist. Ich bitte Sie, den Beschluß der Kommission, der 10.000 Pfund für die Kolonisierung orientalischer Juden vorsieht, zu bestätigen. Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Daus Wort hat Rabbi Usiel zu einem Antrag. Delegierter Rabbi Usiel: Ich schlage vor, statt des Ausdrucks Sephardim die in Betracht kommenden Siedlungen namentlich anzuführen. Es sind dies: Akko, Kirjath Schaul und Zidon. Der Antrag der Kommission würde dann lauten: Der Kongreß hält es iür wünschenswert, daß im Rahmen der sub II des landwirtschaftlichen Budgets aufgenommenen Beträge die Siedlungen der Sephardim in Akko, Kirjath Schaul und Zidon mit einem Betrag von 10.000 Pfund berücksichtigt werden. Delegierter David Florentin: Ich beantrage ein Amendement. Statt „Der Kongreß hält es für wünschenswert" soll es heißen 589