Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 575 (sequence 586)
- Language
- German, English, Hebrew
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Moses, Brodetsky, Bension, Berger, Fischer bergen, welche gute Zionisten sind und am zionistischen Kongreß teilnehmen möchten, aber nicht die genügende Zahl von Schekelzahlern aufbringen können. Das ist -der Fall in Indien, Shanghai usw. Ich würde deshalb vorschlagen, daß man nicht nur Spanien und Portugal, sondern auch den Ländern des fernen Ostens, in denen die jüdische Bevölkerung sehr gering ist, die Möglichkeit gibt, einen Delegierten zum Kongreß zu entsenden, wenn sie mindestens 200 Schekalim aufbringen. Delegierter Alfred Berger: Werter Kongreß! Die Kommission hat zu dem Antrag Stellung genommen und hat ihn einmütig abgelehnt. Für die im Kommissiosantrag namhaft gemachten drei Länder können wir eine Ausnahme machen, aber wir können diese Ausnahme natürlich nicht vervielfachen, denn dann müßten auch die Somderverbände für viele kleine Gruppen eine Ausnahme verlangen. Es gibt Länder, wo die zionistische Bewegung im Verhältnis zur Zahl der Juden besonders stark ist, und da muß man ein gewisses Prinzip nicht starr anwenden. Der Kongreß hat das Recht, Ausnahmen zu machen; wenn Sie aber das Anrecht allgemein machen, dann schaffen Sie nur Unfrieden. Delegierter Dr. A. Bension (hebräisch): Die Kommission, die diese Frage behandelte, bestand aus Personen, die die von mir besprochenen Verhältnisse nicht kennen. Der Vorredner sagte, daß die Kommission nur Länder mit einer starken zionistischen Bewegung berücksichtigt hat. Aber ich war in den Ländern, die ich früher erwähnt habe, ich war in Indien und China und ich weiß es, daß diese Länder, wenn es auf die Intensität zionistischer Gesinnung ankommt, den Vergleich aushalten; aber leider haben sie zu wenig Juden. Wenn man also Spanien und Por tugal das Recht zuerkennt, bei der Zahl von 200 Schekelzahlern einen Delegierten zum Kongreß zu entsenden, den anderen Ländern dagegen das Recht verweigert, dann tut man Unrecht. Ich wiederhole nochmals, daß die Kommission nur deshalb den hier vorgelegten Beschluß gefaßt hat, weil keines ihrer Mitglieder die von mir erwähnten Länder kennt. Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Herr Jean Fischer will überhaupt dagegen sprechen. Delegierter Jean Fischer: Hoher Kongreß! Der Vorschlag, der jetzt zur Beratung steht, bezieht sich nur auf drei Länder und spricht in bezug auf diese drei Länder die praktische Anwendung eines Grundsatzes aus, welcher der Kommission in seiner allgemeinen Fassung vorgelegen hat, von ihr aber nicht angenommen wurde. Ich halte es aber für richtig, daß man nicht drei Länder aus den sogenannten „Kleinen 575