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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 566

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 566 (sequence 577)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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17. Sitzung: Bericht der Organisationskommission Ideen- und Prinzipienkampf? Es gibt aber, meine Herren, andere Gefahren, die wir in Betracht ziehen müssen. In dem bisherigen Kampf der Fraktionen um den Schekel, wenn wir zum Beispiel zu den Orthodoxen kamen und sie zum Eintritt in die Zionistische Organisation, also zum Kauf des Schekels, aufforderten und sie uns die antireligiösen Arbeiter und den antireligiösen Geist in Palästina vorwarfen, konnten wir darauf hinweisen, daß wir Palästina im Sinne der Mehrheit des jüdischen Volkes aufbauen wollen und daß sie mit dem Einkauf des misrachistischen Schekels dazu beitragen, daß Palästina im Sinne der jüdischen Tradition und Religion gebaut werde. (Beifall.) Es ist also für uns eine Gelegenheit, erfolgreiche Propaganda zu machen. Wenn Sie aber den Einheitsschekel einführen werden, dann werden wir den orthodoxen Massen nicht mehr wie bisher diese Erklärung geben können. Sie werden also damit den Schekel und die Zionistische Organisation schwächen. Meine Herren von der Linken, wir fürchten uns gar nicht, mit Ihnen in den Kampf zu gehen; wir werden in dieser Angelegenheit keine ultimativen Forderungen stellen und deswegen auch nicht das zionistische Lager verlassen, aber es ist unsere Pflicht und Schuldigkeit Ihnen offen zu erklären, daß Sie damit einen großen Fehler begehen. Ueberlegen Sie es gut, bevor Sie einen diesbezüglichen Beschluß fassen. (Beifall.) Delegierter Dr. J. Hellmann (jüdisch): Hoher Kongreß, ich glaube, daß es sich beim Vorschlag zur Einführung des Einheitsschekels um etwas Höheres und Größeres handelt, als es diejenigen Motive und Gründe sind, die von den Vertretern des Misrachi hier geltend gemacht wurden. Es handelt sich um nicht weniger als um die Belebung und Aktivierung der gesamten Zionistischen Organisation. Wenn aber manche Kreise vor dem Wahlkampf zurückschrecken, weil dort Dinge zu Tage kommne könnten, die der Bewegung nicht förderlich sind, dann würde ich doch dem Misrachi raten, lieber auf die Verbreitung von Nachrichten zu verzichten, die unwahr sind, und keine Telegramme über Zusammenstöße in Haifa, welche von sozialistischen Arbeitern verschuldet sind, in die Welt zu senden. (Lebhafter Beifall.) Wir aber haben gar keine Angst davor, wenn das, was tatsächlich in der Bewegung vorgeht, bei dem Wahlkampf zu Tage gefördert wird. Wir fürchten uns nicht vor der jüdischen Öeffentlichkeit. Wir haben deshalb immer einen prinzipiellen Wahlkampf führen wollen, aber das bisherige System ließ es nicht zu. (Zwischenrufe.) Deshalb sind wir für den Eniheitsschekel und freuen uns, daß auch das Zentrum, welches im vorigen Jahre für den Einheitsschekel eingetreten ist, aber dann wegen eines Schachergeschäftes unsere Sache verraten hat, jetzt das seinerzeit Verbrochene gutzumachen bereit ist. (Beifall.) 566

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