Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 562

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 562 (sequence 573)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
98% known words query
IRI
…/3476254-3476282--6272-3482418
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

17. Sitzung: Bericht der Organisationskommission Delegierter Dr. Schmorak: Hoher Kongreß! Es wird jetzt über einschneidende Dinge unserer Organisation abgestimmt und die Rechte und die Linke benutzen die Tatsache, daß das Zentrum überhaupt fehlt, um eine Abstimmung duTchzubringen. Es ist absolut unmöglich, <daß rnain über solche Sachen jetzt abstimmt). Die Loyalität verlangt es, -daß man nicht bei leeren Bänken abstimmt. Ich beantrage daher die Vertagung der Abstimmung. Vorsitzender Vizepräsident Motzkin: Diese Tatsache, daß das Haus nur von bestimmten 'Gruppen und Fraktionen sehr stark frequentiert ist, kann keine Veranlassung aur Vertagung der Abstimmung sein. Alle Fraktionen und Teile des Kongresses haben dieselben Rechte, und den Vorzug haben diejenigen, die anwesend sind. Sie haben auch das größere Verantwortungsgefühl. Sie können natürlich dafür sorgen, und Sie müssen es sogar, daß das Zentrum anwesend ist. (Delegierter Doktor Schmorak: Ich wiederhole meinen Antrag auf Vertagung der Abstimmung! Ferner stelle ich 'den Antrag, über die Vorschläge der Kommission die Debatte zu eröffnen und melde mich zum Worte!) Eine Debatte kann ich darüber nicht führen lassen. Die Debatte über .diesen Punkt war dadurch erledigt, daß ein Vertreter, ein sehr wichtiger Vertreter, Herr Iipsky, für die Uebergabe an das Actions-Comite gesprochen hat, und einer, Herr Berger, dagegen. Damit war diese Sache erledigt. Ich muß jetzt zur Abstimmung schreiten: Herr Dr.;Sclimorak bat den Antrag gestellt, die Abstimmung über -den Kommissionsantrag tax. vertagen. .(Nach Durchführung der Abstimmung:) Der Antrag ist mit 79 gegen 52 Stimmen abgelehnt. Ich bringe jetzt den Antrag der Kommission zur Abstimmung. Der Antrag der Kommission (siehe oben Seite 560) ist mit 89 gegen 59 Stimmen a n g e n o m m e n. (Beifall.) Bitte, keinen Beifall. Durch den Beifall erwecken Sie Mißverständnisse. Berichterstatter Dr. Brodetsky: Werter Kongreß! Ich wurde von der Organisationskommission auch beauftragt, Ihnen die folgende Meinungsäußerung der Kommission zur Kenntnisnahme zu unterbreiten. Dies ist kein Antrag für den Kongreß, sondern eine Bitte, folgende einstimmige Meinung der Kommission zur Kenntnis zu nehmen: Die Landes- und Sonderverbände werden aufgefordert, im Anschluß an die Schekelkampagne eine systematische Aktion zur Werbung von ständigen Mitgliedern der zionistischen Verbände durchzuführen. In jedem Lande ist mindestens ein Monat im Jahr zu bestimmen, der ausschließlich dieser Aufgabe gewidmet sein soll. Ich brauche Ihnen diese Auffassung der Kommission nicht zu begründen. Obwohl der Kongreß darüber keinen Beschluß fassen, wird, hoffen wir, daß die Zionisten der ganzen Welt sich nach dieser Auffassung richten und die Organisation durch Anwerbung von Mitgliedern stärken werden. (Beifall.) Jetzt kommt die zweite Reihe der Organisationsanträge, und zwar zuerst die Frage des Schekels, eine der wichtigsten Fragen, die wir auf diesem Kongresse zu besprechen haben. Ueber diesen Gegenstand wird Herr Dr. Moses Bericht erstatten. Berichterstatter der Organisationskommission, Delegierter Dr. Siegfried Moses: Werter Kongreß! Jeder von uns ist auf diesen Kongreß gekommen mit der Erwartung, daß er uns eine grundsätzliche Organis ations reform bringen würde. In den Verhältnissen 562

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.