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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 538

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 538 (sequence 549)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476282--6248-3482394
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16. Sitzung: Kommissionsbericht über Jewish Agency Aufbaues liegen wird, sondern in den Händen ihrer Diener und Untergebenen, und es wird wieder einziehen der Geist der Administration, gegen den schon seinerzeit, als der Aufbau Palästinas in guten zionistischen Händen lag, die Besten von uns gekämpft haben. Sie erinnern sich doch alle an den großen Kampf unserer Führer gegen den Administrationsgeist in den Rothschildschen Kolonien. Rothschild ist ja sicher einer der besten Zionisten, aber weil eben die Administration in Händen von Leuten lag, die gegen die lebendigen Kräfte des jüdischen Volkes ankämpften, war der dort herrschende Geist ein unheilvoller. Unserer Meinung nach müssen deshalb all diejenigen Kräfte, die im Aufbau Palästinas nicht nur die Schaffung einer jüdischen Majorität in Palästina sehen, sondern eine soziale Erneuerung und eine radikale Aenderung des jüdischen Lebens anstreben, die Gefahr erkennen, die die Administration der Fifty mit sich bringen wird, denn diese Administration muß sich ihrer Position entsprechend zwischen ihre Auftraggeber und die lebendigen Kräfte, die an dem Aufbau Palästinas wirken, stellen, Gegensätze schaffen und die Arbeit ungünstig beeinflussen. (Beifall.) Keine geringere Gefahr sehen wir — und das muß hier auf dem Kongreß besonders betont werden — für den Bestand der Zionistischen Organisation. Wir sind uns darüber klar, daß jede Art der Erweiterung der Jewish Agency eine Gefahr für den Bestand der Zionistischen Organisation in sich birgt. Der Weltkongreß ist vielleicht nicht weniger gefährlich. Aber da die Idee des Weltkongresses, für die wir eingetreten sind, das ganze jüdische Volk in Betracht zieht, kann an Stelle der Zionistischen Organisation, wenn diese, Gott behüte, auseinandergehen sollte, eine andere Organisation an deren Stelle treten. Wenn ihr aber die Jewish Agency in der Weise bildet, daß der Bestand der Zionistischen Organisation eine Voraussetzung ist, zugleich aber einen Weg einschlagt, der unserer Meinung nach der Zionistischen Organisation den Tod bringen wird, so zerstört ihr damit zugleich die Jewish Agency, weil ja die Zionistische Organisation zu fünfzig Prozent an der Jewish Agency beteiligt sein muß. Wenn ihr die Leitung der Geschäfte der Jewish Agency übergeben werdet, und das sieht der Plan vor und das hat auch unser Präsident Weizmann feierlich in Jerusalem erklärt, indem er sagte, daß von dem Tage an, an welchem die Jewish Agency ihre Tätigkeit beginnen wird, die zionistische Leitung in Palästina nichts mehr zu tun hat, dann wird unser Kongreß mit Palästina auch nichts mehr zu tun haben. Die Organisation wird eine leerlaufende Maschine werden, die in ihre Teile zerfallen und keine allgemeine Zionistische Organisation mehr sein wird, sondern eine Art technischer Zusammenschluß von fünf oder sechs Parteien, von denen jede separate Tagungen abhalten wird, weil das gemeinsame Band, das sie bis jetzt zusammenhielt, fehlen wird. Das ist der Unterschied zwischen 538

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