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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1926-01-01 · 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925 · p. Seite 537

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
Date
1926-01-01
Page
Seite 537 (sequence 548)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Soloweitschik heute nicht mehr vorhanden. Auf dem langen Wege der Bildung der Jewish Agency nach dem genannten Prinzip ist nach unserer Ueberzeugung die Zionistische Organisation und der Zionistische Kongreß zu Tode gehetzt worden, und zu Tode gehetzt geht ihr, Brüder, heute zur Abstimmung. Bei uns ist das nicht der Fall, da wir diesen Weg nicht mitgemacht haben und nicht müde geworden sind. Die ganze Zeit hindurch stehen wir auf dem Standpunkt, daß das jüdische Volk nur auf natürlichem Wege für den Aufbau Palästinas gewonnen werden kann. Und den Weg, den ihr heute, Brüder, Zionisten, wahrscheinlich gehen werdet, werden wir nicht mitmachen, aber indem wir gegen die Resolution der Majorität auftreten und unsere Resolution begründen, halten wir es für unsere Pflicht, euch in letzter Stunde, in letzter Minute zu warnen, nicht in der Hoffnung, euch umzustimmen, sondern damit unser Wort in der Geschichte der zionistischen Entwicklung bleibe. Die Gefahren, die der Weg in sich birgt, den ihr heute wahrscheinlich einschlagen werdet, sehen wir hauptsächlich auf drei Gebieten. Erstens sehen wir eine große Gefahr in eurer Bereitschaft, die Leitung unserer politischen Geschäfte einer Körperschaft zu übergeben, zu der wir alle als Träger des nationalen Gedankens kein Vertrauen haben können, indem nach dem Vorschlag der Majorität die Leitung der politischen Geschäfte nicht in den Händen des Präsidenten der Zionistischen Organisation als solchen liegt, sondern zwar in seinen Händen, aber in seiner Eigenschaft als Präsident der Jewish Agency als Gesamtheit. Wir haben keine Angst vor dem jüdischen Volke, wenn wir uns mit unseren Gegnern in einem gemeinsamen Gremium auseinandersetzen könnten. Aber eine große Gefahr besteht darin, daß die Nichtzionisten in einem separaten Gremium zusammengefaßt sind. Sagt uns nicht, daß ihr diese Menschen kennt und daß sie für uns keine Gefahr bilden, denn es handelt sich nicht um Menschen, sondern um soziale Schichten, die zusammen mit uns die politische Tätigkeit zu leisten haben werden. Und darin liegt unserer Ueberzeugung nach eine große Gefahr. Selbstverständlich könnt ihr heute die Gefahr nicht sehen, weil die Zeit ruhig ist und die Entwicklung Palästinas in gewissem Maße unseren Wünschen entspricht. Aber eine Gefahr muß man voraussehen. Wenn man ein Haus versichert, muß man die Gefahren abschätzen, die ein Brand mit sich bringen kann. Und wenn einmal, Gott behüte, unser nationales Heim brennen sollte, dann seid ihr des Beistandes derjenigen nicht sicher, in deren Hände ihr heute die Leitung der politischen Tätigkeit für den Aufbau Palästinas legt! (Beifall.) Keine geringere, vielleicht eine noch größere Gefahr sehen wir für die soziale Gestaltung des Aufbauwerkes in Palästina. Wir sind überzeugt, daß der Aufbau Palästinas, die wirtschaftliche und soziale Gestaltung des Landes, nicht in den Händen einiger Freunde des 537

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