Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 14 (1926) Wien, 18. bis 31. August 1925
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 526 (sequence 537)
- Language
- German, English, Hebrew
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16. Sitzung: Kulturdebätte Bulgarien, Deutschland, Tschechoslowakei, Griechenland, Litauen, Polen und Rumänien, sieht es als Notwendigkeit an, nachdem sie über den Stand der Erziehungsfrage in allen Ländern verhandelt hat, ihre Meinung über die Erziehungsarbeit in Palästina von der Kongreßtribüne aus in folgenden Punkten auszudrücken: 1. Die Konferenz ist überzeugt, daß die hebräische Schule, in Palästina der wichtigste und hauptsächlichste Faktor zur Eingliederung der Alijah und zur Verwischung der Unterschiede zwischen den verschiedenen Teilen des Volkes, die aus der Galuth in ihr Heim zurückkehren, zur Vereinheitlichung der Sprache und zur Schaffung des hebräischen Charakters für das hebräische Volk in Palästina ist. Daher soll die Erziehungsarbeit einen der wichtigsten und integrierenden Bestandteile der zionistischen Arbeit bilden, für die die zionistische Leitung verantwortlich ist. 2. Die Konferenz fordert mit allem Nachdruck von der Zionistischen Organisation eine erweiterte Erziehungsarbeit im Lande in Anbetracht des wachsenden Alijahstromes, um dessen Bedürfnisse zu befriedigen, indem sie das Erziehungswerk und dessen Institutionen ausbaut. 3. Da die Erziehungsarbeit ein Lebensinteresse für das Land besitzt, erscheint es notwendig, daß es innerhalb der palästinensischen Exekutive ein Mitglied gebe, das für die Erziehungs- und Kulturarbeit verantwortlich ist. Der 14. Kongreß verkündet noch einmal mit allem Nachdruck die unbedingte Notwendigkeit, daß in den Galuthschulen der Juden die hebräische Sprache die herrschende sei, und fordert die Exekutive und die Landesparteileitungen auf, ein besonderes Augenmerk der Tarbuth-Organisation in den Galuthländern zu schenken. Der Kongreß fordert die zionistische Leitung auf, alles, was in ihren Kräften steht, zu tun, damit die Zeitung „Hajom", die die jüdischen Massen im Geiste der hebräischen Kultur und des jüdischen Nationalismus erzieht, sich gedeihlich entwickeln kann. Als die Erziehungskommission über das Budget verhandelte, wußte sie schon, daß die Budgetkommission dem von ihr zu unterbreitenden Voranschlag nicht zustimmen würde. Die Budgetkommission dachte nicht daran, mehr als 70.000 Pfund zu bewilligen. Und nun hat heute Dr. Klee die Gründung eines speziellen Erziehungsfonds (Keren Haohinuch), der seine Mittel von den jüdischen Gemeinden der Galuth zu bekommen hätte, vorgeschlagen. Meine Herren, wollen wir denn zulassen, daß unser ganzes Erziehungswerk zugrunde geht? Dann wäre das beste Mittel, die Gründung eines solchen Keren Hachinuch zuzulassen. Man sollte hier die Haltung der zionistischen Leitung brandmarken, die es nicht einmal für nötig gefunden hat, die Lehrerkonferenz, die einige Tage vor dem Kongreß stattgefunden hat, zu be- 526